In industriell gefertigtem Katzenfutter finden sich zahlreiche Zusatzstoffe, die unterschiedlichste Funktionen erfüllen sollen.
Während einige dieser Zusätze tatsächlich die Gesundheit der Tiere unterstützen können, sind viele andere eher schädlich und können langfristig negative Auswirkungen auf die Gesundheit Ihrer Katze haben.
Arten von Zusatzstoffen im Katzenfutter
Zusatzstoffe im Katzenfutter lassen sich in vier Hauptkategorien einteilen:
Technologische, sensorische, ernährungsphysiologische und zootechnische Zusatzstoffe. Zusätzlich gibt es zahlreiche nicht deklarationspflichtige Zusätze, die ebenfalls in Katzenfutter enthalten sein können, aber nicht zwingend auf der Verpackung angegeben werden müssen.
- Technologische Zusatzstoffe: Konservierungsstoffe, Emulgatoren, Verdickungsmittel, Säureregulatoren.
- Sensorische Zusatzstoffe: Farb- und Aromastoffe.
- Ernährungsphysiologische Zusatzstoffe: Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, Aminosäuren.
- Zootechnische Zusatzstoffe: Enzyme, Probiotika.
Technologische Zusatzstoffe
Diese Zusatzstoffe dienen primär der Verbesserung von Haltbarkeit, Konsistenz, Geruch oder Optik des Katzenfutters, bieten jedoch keinen direkten Nutzen für die Gesundheit der Katze. Tatsächlich gelten viele dieser Stoffe als gesundheitsschädigend und hochallergen.
Konservierungsstoffe und Antioxidantien
Konservierungsstoffe und Antioxidantien werden verwendet, um die Haltbarkeit von Katzenfutter zu verlängern, indem sie die Vermehrung von Hefen, Schimmelpilzen und Bakterien verhindern.
Mögliche Risiken:
- Schwere Allergien
- Hautreizungen
- Blutgerinnungsstörungen
- Leberschäden
Besonders problematisch sind künstliche Konservierungsstoffe wie Ethoxyquin, BHT und BHA, die in der Leber gespeichert werden und langfristig Schäden verursachen können.
Achtung bei Trockenfutter
Gerade in Trockenfutter kommen besonders viele Konservierungsstoffe zum Einsatz. Dies ist notwendig, da die fettigen Inhaltsstoffe in trockener Nahrung bereits nach wenigen Tagen verderben würden.
Natürliche Konservierungsstoffe wie Vitamin C (Ascorbinsäure) und Vitamin E (Tocopherole) bieten eine Alternative zu synthetischen Konservierungsstoffen in Katzenfutter.
Diese Stoffe helfen, das Futter haltbar zu machen, ohne die schädlichen Nebenwirkungen, die oft mit künstlichen Konservierungsmitteln verbunden sind. Vitamin C und E wirken als Antioxidantien, die die Oxidation von Fetten verhindern und somit die Frische des Futters bewahren.
Während natürliche Konservierungsstoffe wie Vitamin C und E als sicher gelten und in Babynahrung nur in strengen gesetzlichen Höchstmengen zugelassen sind, fehlen solche Vorschriften für Tiernahrung. Dies führt dazu, dass die Höchstwerte, die in Babynahrung nicht überschritten werden dürfen, in Trockenfuttermitteln für Katzen oft um ein Vielfaches überschritten werden.
Diese Überschreitung ist besonders problematisch, da hohe Konzentrationen selbst natürlicher Stoffe, die in Babynahrung reguliert werden, in Tiernahrung unkontrolliert zu gesundheitlichen Problemen führen können.
Dies zeigt die Notwendigkeit, auch bei Tierfutter strenge Kontrollen und Höchstgrenzen für solche Zusätze einzuführen, um langfristige Schäden bei Haustieren zu vermeiden.
Emulgatoren und Verdickungsmittel
Diese Zusätze verbessern die Konsistenz und das Aussehen des Futters, indem sie es "hochwertiger" wirken lassen. Für die Katze bieten sie jedoch keinen Mehrwert und können sogar schädlich sein, indem sie Mangelerscheinungen durch minderwertige Inhaltsstoffe kaschieren.
- Nur für das menschliche Auge
- Für Katzen absolut nutzlos und eher schädigend
- sollen Durchfall verhindern
- Lassen Futter künstlich hochwertig aussehen
- Lassen die Futtermenge größer aussehen
Emulgatoren und Verdickungsmittel können Durchfall verhindern und lassen das Futter massiger erscheinen, ohne tatsächliche Nährstoffe zu bieten.
Verdickungsmittel
Verschiedene Verdickungsmittel dienen dazu, die Nahrung massiger wirken zu lassen, sodass die Portion größer wirkt, ohne tatsächliche Nährstoffe für die Katze zu bieten. Hier können mitunter schwere Mangelerscheinungen die Folge sein.
Geliermittel wie Guarkernmehl oder Johannisbrotkernmehl, die man häufig in den verschiedensten Futtersorten für Katzen findet, dienen zudem dem Zweck, Durchfall zu unterbinden – bei einem gesunden Tier sollte dies jedoch nicht notwendig sein, sofern es gesundes und reichhaltiges Futter zur Verfügung gestellt bekommt.
Man kann daher davon ausgehen, dass die Bestandteile des Futters vom Hersteller als so geringwertig angesehen werden, dass er bereits vorbeugend gegen eventuelle Verdauungsbeschwerden vorgeht.
Säureregulatoren – regeln den pH-Wert des Futters
Auch Säureregulatoren kommen zu rein kosmetischen Zwecken in zahlreichen Katzenfuttersorten zum Einsatz. Einerseits sollen diese für ein stimmiges, festes Katzenfutter sorgen, das stets eine einheitliche Optik bietet, andererseits unterstützen sie zusätzlich die Wirkung von Konservierungsstoffen.
Ferner sorgen diese dafür, dass – ganz gleich welchen Umwelteinflüssen das Futter ausgesetzt ist – der pH-Wert des Lebensmittels konstant und unverändert bleibt. Säureregulatoren selbst bestehen meist aus anorganischen Laugen, die Säuren binden können – und kommen dieser Aufgabe auch im Körper selbst ungehindert nach.
Dies wiederrum kann zu einem schädlichen Ungleichgewicht der inneren Körpersäfte führen, denn der Körper einer Katze benötigt die körpereigenen Säuren für einen gesunden Stoffwechsel.
- Schädliches Ungleichgewicht der Körpersäfte
- Kein Nutzen für die Katze
- verändern den pH-Wert
- kostmetische Zwecke
Sensorische Zusatzstoffe
Sensorische Zusatzstoffe, wie Farb- und Aromastoffe, zielen hauptsächlich darauf ab, das Futter für den Menschen und die Katze attraktiver zu machen. Sie lassen minderwertige Zutaten hochwertig erscheinen und können die Katze "süchtig" machen.
- Sollen das Futter aus Abfällen hochwertig aussehen lassen
- Katzen werden süchtig gemacht
- Geschmacksverstärkende Wirkung
Farb- und Aromastoffe
- Belastung der Organe
- Verschlechterung der Zahngesundheit
- Erhöhte tägliche Kotmenge
Bekannteste Geschmacksverstärkende Zutaten
Die Aromastoffe führen dazu, dass die Katze das Futter für ein reichhaltiges Menü hält und mit Genuss verspeist. Langfristig führt dies jedoch dazu, dass der Vierbeiner generell kein Futter ohne entsprechende Aromastoffe mehr anrührt. Der Stubentiger wird süchtig gemacht.
- Zucker
- Rübenschnitzel
- Hefe / Hefextrakt
- Sorghumhirse
- Proteinhydrolysat
- Pflanzliches Eiweiß
- Aroma / Natürliches Aroma
- Maiskleberfutter
Belastung der Organe & Zähne
Das größte Problem bei einer konstanten Fütterung zuckerhaltiger Speisen ist die überdurchschnittliche Belastung der Organe. Da Katzen reine Fleischfresser sind, ist ihr Körper nicht dazu im Stande, Kohlenhydrate zu verstoffwechseln. Die dafür benötigten Enzyme fehlen ganz einfach. Lediglich Kohlenhydrate, die aus dem Magen von Beutetieren stammen und somit schon vorverdaut sind, können von der Katze verstoffwechselt werden.
Fügt man der täglichen Ernährung jedoch eine große Menge Kohlenhydrate bei – und Zucker gilt als eben solches – entsteht eine konstante Belastung zahlreicher Organe, ehe die Zusätze ungenutzt wieder ausgeschieden werden müssen. Dies führt schnell zu Nieren- und Leberschäden, aber auch der Magen-Darm-Trakt wird auf diese Weise angegriffen.
Zusätzlich kann Zucker die Blutwerte zum negativen verändern, die Zahngesundheit verschlechtern und die abgesetzte Menge des täglichen Kots deutlich erhöhen.
Lockstoffe im Trockenfutter
In Trockenfutter dagegen wird meist der chemische Lockstoff Proteinhydrolysat eingesetzt. Dabei handelt es sich um ein Gemisch aus chemisch aufgespaltenen Eiweißen, die wiederrum auf das Trockenfutter aufgebracht werden. Erst dadurch wirkt Trockenfutter auf Katzen wie eine leckere Speise und wird verzehrt.
Da Proteinhydrolysat auch wasserbindende Eigenschaften hat, trocknet es die Katze nach und nach aus – während diese durch die Gabe von Trockenfutter ohnehin zu wenig Flüssigkeit erhält. Hierbei sollte immer bedacht werden, dass Katzen ursprünglich aus sehr warmen Regionen stammen und ihren Flüssigkeitsbedarf im Großen und Ganzen ausschließlich über ihre Nahrungsquellen aufnehmen!
Futterexterne Wasserquellen werden im Regelfall erst dann aufgesucht, wenn die Katze kurz davorsteht, zu dehydrieren – ein direkter Widerspruch zur Fütterung von Trockenfutter.
Ernährungsphysiologische Zusatzstoffe
Im Gegensatz zu technologischen und sensorischen Zusatzstoffen sind ernährungsphysiologische Zusätze wie Vitamine, Mineralstoffe und Aminosäuren essentiell für die Gesundheit Ihrer Katze.
Hochwertiges Futter sollte jedoch von Natur aus reich an diesen Nährstoffen sein, wodurch der Bedarf an zusätzlichen Zusätzen minimiert wird.
Vitamine und Mineralstoffe
Vitamine wie A, D, E und K sowie Mineralstoffe wie Calcium, Phosphor und Zink sind notwendig, um die Gesundheit von Organen und Knochen zu gewährleisten.
Diese sollten in einem guten Katzenfutter bereits enthalten sein, ohne dass zusätzliche Zusätze nötig sind.
Vitamin D muss oftmals aufgrund der Fettlöslichkeit bis zum Ende des Mindesthaltbarkeitsdatums ergänzt werden.
Aminosäuren: Taurin und Arginin
Weniger ist mehr – um so mehr dieser Stoffe in einer Deklaration stehen, desto wahrscheinlicher ist die Qualität der Hauptzutaten schlecht.
Zootechnische Zusatzstoffe
Zootechnische Zusatzstoffe wie Enzyme und Probiotika sollen die Verdauung verbessern und die Gesundheit der Darmflora unterstützen. Allerdings sind diese bei einer gesunden und ausgewogenen Ernährung in der Regel nicht notwendig.
Hinweis:
Diese Zusätze werden oft eingesetzt, um die schädlichen Effekte von minderwertigem Futter zu kompensieren, was langfristig zu weiteren gesundheitlichen Problemen führen kann.
Die Enzyme und Probiotika implizieren unter anderem verschiedene Mittel für eine bessere Verdaulichkeit, erfüllen zahlreiche darmflorastabilisierenden Eigenschaften oder gelten als Kokzidiostatika (= Mittel gegen Parasitenbefall). Nun muss man sich jedoch die Frage stellen, ob dies bei einer gesunden Ernährung tatsächlich notwendig ist.
Ein gesundes Tier mit einer ausgewogenen, natürlichen Ernährung hat im Regelfall keine Probleme mit häufigem Durchfall, ebenso ist aufgrund der ausgeglichenen Nährstoffzufuhr die Darmflora meist völlig intakt.
Leider ist genau dies bei vielen industriell hergestellten Futtermitteln das Problem. Durch die geringe Nährstoffdichte, die Verwendung von minderwertigem Fleisch bzw. Fleischnebenprodukten und die zahlreichen, chemischen Zusätze ohne natürlichen Hintergrund kommt es bei unseren Katzen schnell zu vielfältigen Erkrankungen.
Dementsprechend werden dem krankmachenden Futter zusätzlich Enzyme und Proteine zugeführt, die gegen die eigentliche Wirkung des Futters arbeiten und es so verdaulich machen. Langfristig geht dies jedoch deutlich auf Kosten des gesamten Verdauungstraktes, der unter der stetigen Zufuhr minderwertiger Lebensmittel leidet.
Nicht kennzeichnungspflichtige Zusätze
Es gibt zahlreiche Zusätze in Katzenfutter, die nicht von der Deklarierungspflicht betroffen sind. Dies sorgt natürlich dafür, dass der Endverbraucher über die exakten Inhalte im Katzenfutter nur unzureichend informiert wird. Auch auf Nachfrage müssen diese Informationen nicht weitergegeben werden.
Davon betroffen sind vor allem:
Gentechnisch veränderte Bestandteile in Fleisch, Eiern und weiteren tierischen Produkten
Aromatische Zusätze, Vitamine und allgemeine Zusatzstoffe, die durch gentechnisch veränderte Mikroorganismen hergestellt wurden
Technisch unvermeidbare Beimischungen gentechnisch veränderter Organismen bis zu einem Bestandteil von 0,9 Prozent und
Gentechnisch veränderte Organismen, die generell nicht auf Zutatenlisten deklariert werden müssen (in Enzymen, bei technischen Hilfsstoffen, Trägerstoffen und auf Nährmedien)
Gerade die gentechnischen Bestandteile der Tiernahrung sind bisher nahezu vollständig unerforscht und können sowohl kurzfristig, als auch langfristig bisher völlig unbekannte Krankheiten hervorrufen. Gerade im Hinblick auf viele moderne Krankheiten des Verdauungstraktes vermutet man, dass diese ihren Ursprung in gentechnisch veränderten Bestandteilen der täglichen Nahrung haben (sowohl bei Mensch, als auch Haustier).
Aber auch Folgen wie Krebs, Fehlgeburten und evolutionäre Mutationen werden den gentechnischen Zusatzstoffen in Lebensmitteln nachgesagt. Entsprechende Studien mit Bezug auf die Langzeitforschung stehen jedoch noch aus.
Gesundheitliche Folgen der Zusatzstoffe
Ein großer Teil der technologischen und sensorischen Zusatzstoffe gilt als mitunter schwer allergieauslösend. Besonders die chemischen Konservierungsstoffe, aber auch die enthaltenen Geschmacksverstärker können auf lange Sicht umfangreiche Allergien auslösen. Auch ein erhöhtes Krebsrisiko wird diesen nachgesagt.
Was jedoch ein ebenso großes Problem darstellt, sind die sogenannten Pseudoallergien. Viele Katzen entwickeln diese auf die jeweiligen Stoffe. Dabei wird eine Unverträglichkeit auf die entsprechenden Konservierungsstoffe und Geschmacksverstärker gebildet, jedoch nicht auf die sonst enthaltenen Zutaten im Futter.
Das macht die Suche nach dem Ursprung der Erkrankung für viele Tierärzte nahezu unmöglich.
Hautekzeme, Juckreiz, ein Verlust des Felles und – bei weiterer Zufuhr – auch organische Erkrankungen können die Folge sein. Daher sollte bereits im Vorfeld darauf verzichtet werden, das Tier mit allergieauslösenden Stoffen in Verbindung zu bringen, um die Entstehung einer solchen Krankheit frühzeitig zu vermeiden. Häufig gehen auch Kreuzallergien damit einher, sodass die Tiere in vielen Fällen nur noch mit exotischen Fleischsorten gefüttert werden können, die völlig ohne Kontakt zu Konservierungsstoffen und Geschmacksverstärkern hergestellt wurden.
Neben den eigentlichen Allergien können durch Zusatzstoffe auch weitere Erkrankungen festgestellt werden. Dazu zählen Hyperaktivität, eine stetig fortschreitende Osteoporose, zahlreiche Erkrankungen im Magen-Darm-Trakt der Tiere, Schäden an Lebern und Nieren durch ein stetiges Ausscheiden unnatürlicher Zusätze, hormonelle Veränderungen durch Beschädigungen der Schilddrüse und ein allgemein geschwächtes Immunsystem.
Viele der eingesetzten Zusatzstoffe setzen sich dauerhaft im Gewebe der Katzen fest und belasten den Körper auch langfristig. Gerade BHA und BHT können vom Körper selbst nicht abgebaut werden und verursachen viele Schäden im gesamten Stoffwechsel der Tiere.
Selbiges gilt übrigens auch für künstlich hergestellte Vitamine, die vom Körper durchaus als solche erkannt werden können – vor allem künstlich hergestelltes Vitamin E steht im Verdacht, deutliche Veränderungen im Hormonhaushalt mit sich zu bringen. Auch das Laborprodukt Ascorbinsäure, die Vitamin C in den Körper bringen soll, zerstört die Darmflora und das Immunsystem der Katze.
Zusatzstoffe sind häufig Verursacher von:
- Allergien
- Krebs
- Unverträglichkeiten
- Hyperaktivität
- Osteoporose
- Magen-Darm Erkrankungen
- Hautreizungen
- Schädigungen der Organe
- hormonelle Veränderungen
- ein schwaches Immunsystem
Der rechtliche Rahmen
Alle zugesetzten Futterstoffe unterliegen in Deutschland dem Lebensmittelgesetz und müssen daher von Deutschland und der EU zugelassen werden. Für diesen Vorgang wird überprüft, ob von dem Zusatzstoff gesundheitliche Risiken ausgehen (wofür wiederrum wissenschaftliche Beweise vorliegen müssen), ob sie technologisch notwendig sind und ob sie den Verbraucher nicht täuschen. Man spricht hier auch von einem „Verbot mit Erlaubnisvorbehalt“, d. h. grundsätzlich sind alle Zusatzstoffe verboten, es sei denn, sie werden erlaubt.
Jedem Zusatzstoff wird eine entsprechende E-Nummer zugewiesen. Ob die Nummer auf der Packung angegeben wird oder man dafür einen Trivialnamen oder gar den wirtschaftlichen Fachausdruck nutzt, steht dem Hersteller von Futtermitteln jedoch frei.
Es gibt mehr als 30 Alternative Namen für “Zucker”
Dies führt zu einer recht undurchdringlichen Masse an Bezeichnungen für die verschiedensten Zusatzstoffe. So stehen allein für „Zucker“ mehr als 30 alternative Begrifflichkeiten zur Verfügung, hinter denen die eindeutige Deklaration verborgen werden kann. Nur wer ich umfangreich und ausführlich mit dem Thema beschäftigt, wird schlussendlich einen Großteil der verwendeten Zusatzstoffe in Katzenfutter aufdecken können.
Die Höhe der verwendeten Mengen an Zusatzstoffen wird in der Zusatzstoff-Zulassungsverordnung geregelt. Im Vorfeld testet man ausführlich die zulässigen Höchstmengen, die keine toxikologischen Folgen mit sich zieht. Häufig wird hierfür auf Tierversuche zurückgegriffen.
Die zulässige erlaubte Tagesdosis (auch ADI genannt) wird im Rahmen ausführlicher Untersuchungen festgelegt und regelmäßig in weiteren Versuchen überprüft. Langzeitwirkungen sind bei diesen Verfahren jedoch meist erst dann feststellbar, wenn die Zusatzstoffe schon geraume Zeit in den Zusätzen des Katzenfutters Verwendung finden.
Zusätzliche Problematik: Zutaten schon angereichert kaufen
Eine weitere Problematik liegt darin begründet, dass zwar beinahe alle Zusatzstoffe in der Futterzusammensetzung auftauchen müssten, der Hersteller jedoch nur in der Verpflichtung steht, die eigens von ihm verwendeten Zusätze anzugeben.
Wenn so zum Beispiel das eingekaufte Fleisch bereits im Vorfeld mit Zusätzen behandelt wurde und es keine aktive Wirkung im eigentlichen Futter ausübt, kann der Hersteller hier auf eine entsprechende Deklaration verzichten. Eine direkte Nachfrage beim Händler kann hier jedoch Abhilfe schaffen.
Beispiel: Das Fleisch und alle Fette werden vorkonserviert eingekauft. So muss nicht mehr angegeben werden, dass Konservierungsstoffe verwendet wurden.
Lösungswege – hochwertiges Futter wählen
Tipp:
Vermeiden Sie Trockenfutter und wählen Sie stattdessen ein hochwertiges Feuchtfutter oder bereiten Sie das Futter selbst zu, um die beste Ernährung für Ihre Katze sicherzustellen.


