Kastriert / Sterilisiert

Wir raten dringend von einem Spezialfutter für kastrierte/sterilisierte Katzen ab. Diese haben in der Regel eine sehr schlechte Zusammensetzung. Ein gutes Katzenfutter ist für alle Katzen ideal – schauen Sie bei den getreidefreien Katzenfuttern nach einem geeignetem.

Produkt BeschreibungZusatzstoffe im Futter*Bewertung
Smilla Adult Sterilised

Smilla Adult Sterilised

Smilla Adult Sterilised im Katzenfutter Test Vor allem freilaufende Katzen müssen sich meist einer Kastration ...

Getreidefrei:
Zuckerfrei:
Konserv.frei:
Ohne Füllstoffe:
2 Concept for Life Sterilised Cats

Concept for Life Sterilised Cats

Concept for Life Sterilised Cats im Check Vorweg: Da dieses Katzenfutter unserer Meinung nach eine schlechte ...

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Spezielles Katzenfutter für sterilisierte/kastrierte Katzen

Das Angebot auf dem Katzenfuttermarkt gleicht einem Dschungel: Für jedes erdenkliche Lebensalter und fast jede Katzenrasse gibt es ein eigenes Futter. Kitten, Adult, Senior, aktiv, empfindlich … Auch für sterilisierte bzw. kastrierte Katzen gibt es diverse spezielle Futtersorten. Oft werden diese mit dem englischen Begriff "Neutered" (übersetzt schlicht "kastriert") versehen.

 

Wozu spezielle Futtersorten für kastrierte bzw. sterilisierte Katzen?

Diesen Futtersorten liegt die Annahme zugrunde, dass sterilisierte oder kastrierte Katzen einen höheren Appetit entwickeln und parallel dazu einen geringeren Kalorienverbrauch haben. Verantwortlich soll das nach der Kastration erfolgte Sinken der Sexualhormone sein. Dieses Absinken soll den Appetit steigern und den Grundumsatz verringern. Damit dies nicht in einer Gewichtszunahme und eventuell Übergewicht der kastrierten/sterilisierten Katze endet, wird spezielles, kalorienreduziertes Futter empfohlen. Häufig empfehlen direkt die kastrierenden Tierärzte das Spezialfutter. Einige dieser Futtersorten sind tatsächlich exklusiv bei Tierärzten erhältlich.

 

Häufige Ursache für Nierenschäden ist Trockenfutter

Spezialfuttersorten für kastrierte/sterilisierte Katzen bestehen sehr oft aus Trockenfutter. Trockenfutter ist für Katzen per se keine geeignete Ernährung: Unsere Hauskatze stammt von der Falbkatze ab, die als Wüstenbewohnerin ihren Wasserbedarf fast ausschließlich über die Ernährung deckt. Hauskatzen trinken zwar, jedoch erst, wenn ihr Durst sehr groß ist. Bekommen Katzen über längere Zeit hinweg Trockenfutter zu fressen, sind sie immer etwas dehydriert. Um das Trockenfutter eines Tages auszugleichen, müsste eine Katze die siebenfache Menge in Wasser trinken! Die Folge von der Trockenfutterfütterung sind Nierenschäden - die dann leider häufig mit speziellen Trockenfuttersorten für Katzen mit Nierenerkrankungen "behandelt" werden.

 

Zusammensetzung des Spezialfutters

Das Trockenfutter für kastrierte/sterilisierte Katzen hat zudem einen überdurchschnittlich hohen Getreideanteil. Getreide kommt in der natürlichen Ernährung einer Katze nicht vor und verursacht viele Probleme. Mais- und Weizenmehl, teilweise sogar noch lecker klingend als Bäckerweizenmehl angepriesen, sind für Menschen essbar, für Katzen auf Dauer nicht. Katzen sind Fleischfresser, die in der Natur fast ausschließlich Fleisch fressen.

Die einzigen Ausnahmen bestehen aus Grashalmen, die die Verdauung unterstützen oder bei Übelkeit zu Erbrechen führen können, sowie dem Mageninhalt der Beutetiere. Dieser ist jedoch verschwindend klein. Um die Menge an pflanzlichen Stoffen aus dem Mageninhalt der Beute zu simulieren, müsste in 100 Gramm Nassfutter nur ca. 2 Gramm pflanzliches Material sein. Die meisten Trockenfuttersorten bestehen jedoch zu einem großen Teil (zum Beispiel 45 %) aus pflanzlichen Bestandteilen. Und um die Katze zu sättigen, werden dem gehaltlosen Trockenfutter noch zusätzlich Ballaststoffe in Form von Pflanzenfasern zugefügt.

Es gibt auch Nassfutter, das auf sterilisierte/kastrierte Katzen ausgelegt ist. Doch auch dieses weist eine schlechte Zusammensetzung auf und besteht zu einem zu großen Anteil aus Getreide oder pflanzlichen und tierischen Nebenerzeugnissen. Der Vorteil, den diese Nassfuttersorten bieten, ist, dass sie den Katzen mehr Flüssigkeit bieten als die vergleichbaren Trockenfutterprodukte.

 

Über Sinn und Unsinn eines Spezialfutters für kastrierte Katzen

Zuerst einmal muss zwischen kastrierten und sterilisierten Katzen unterschieden werden. Bei einer Kastration werden beim Kater die Hoden aus dem Hodensack entfernt, bei der Katze die Gebärmutter und die Eierstöcke herausgenommen. Bei einer Sterilisation werden nur die Ei- bzw. Samenleiter abgeklemmt oder durchtrennt.

Das heißt, dass sterilisierte Katzen und Kater weiterhin die volle Hormonproduktion aufweisen, wie unsterilisierte/unkastrierte Katzen sie haben. Eine Reduktion der Sexualhormone findet hier also nicht statt. Gesteigerter Appetit oder eine Verringerung des Grundumsatzes hat entsprechend ebenfalls keine biologischen Ursachen bei einer sterilisierten Katze.

Da die Sterilisation weder das Streunern der Kater, noch die Rolligkeit der Katze unterbindet, wird heutzutage fast nur noch kastriert. Sterilisationen kommen nur noch in Ausnahmefällen vor. Dass bei der Benennung und Bewerbung der Katzenfutter für sterilisierte/kastrierte Katzen die Sterilisation und Kastration als gleichbedeutend behandelt wird, zeigt schon einmal, dass es hier mehr um Marketing als um tatsächlich sinnvolle Futtermittel geht. Einige Futtermittelhersteller vermerken in den Fußnoten dann klein, dass mit "sterilisierten & kastrierten Katzen" eigentlich nur die kastrierten Katzen gemeint seien. Andere schreiben, ihr Futter dürfte nicht an unkastrierte Katzen verfüttert werden. Gute Nassfutter sind für alle Katzen verträglich - und auch für jedes Alter.

 

Warum kastrierte Kater tatsächlich zunehmen können

Gerade bei den kastrierten Katern kann sich ein Punkt wesentlich zu einem unkastrierten Kater ändern: Sie streunen weniger weit umher. Auch prügeln sie sich deutlich seltener und laufen nicht jedem rolligen Weibchen nach. Daher senkt sich ihr Kalorienbedarf im Alltag.

Da die meisten Kater und Katzen aber kastriert werden, ehe sie das erste Mal das Haus verlassen dürfen, wird kaum ein Unterschied auffallen. Auch bei Katzen kann das Revier etwas kleiner werden. Die Katzenreviere sind aber ohnehin deutlich kleiner und weniger umkämpft wie die Reviere der Kater.

 

Ein entstehender "Hängebauch" ist nicht unbedingt ein fetter Bauch

Wasser trinken ist wichtigBei Katzen kann sich mit dem Erwachsenwerden immer stärker ein Hängebauch herausbilden. Oft wird gesagt, das hinge mit der Kastration zusammen oder die Katze sei schlicht fett. Tatsächlich ist der Hängebauch auf einer angeborenen Bindegewebsschwäche zurückzuführen, die mit dem Älterwerden ausgeprägter werden kann und sich zumeist bis zu einem Alter von 2 Jahren bildet. Da der Hängebauch ungefähr mit 6 Monaten bis zu einem Jahr beginnt und dies die Zeit ist, in die die Kastration fällt, scheint er fälschlicherweise durch die Kastration entstanden zu sein.

Ist die Katze ansonsten gut genährt und nicht zu dick, besteht bei einem Hängebauch kein Handlungsbedarf.

 

Besser als teure Spezialprodukte: hochwertiges, gesundes Katzenfutter

Hochwertiges Katzenfutter enthält einen sehr hohen Fleischanteil: mindestens 70 %, eher noch mehr. Der Verdauungstrakt einer Katze ist auf die optimale Verdauung von Fleisch ausgerichtet. Hochwertiges Katzenfutter verzichtet daher auf einen Zusatz von Kohlenhydraten. Insbesondere werden weder Zucker, noch Appetitanreger, Weizen, Mais oder Geschmacksverstärker eingesetzt.

In den meisten schlechteren Futtersorten werden tierische und pflanzliche Nebenerzeugnisse verarbeitet. Diese Nebenerzeugnisse bestehen üblicherweise aus Schlachtabfällen: Hufen, Hörnern, Schnäbeln und dergleichen. Pflanzliche Nebenerzeugnisse sind zum Beispiel Erdnussschalen, Grannen, Spelzen und vieles mehr, was anderweitig nicht mehr weiterverarbeitet werden kann. Nichts davon ist fressbar für eine Katze!

Hochwertige Katzenfuttersorten sind frei von solche Nebenerzeugnissen und deklarieren genau und mit Prozentangabe ihre Inhaltsstoffe.

Gute Katzenfutter sind für jedes Alter und jeden Zustand der Katze geeignet, denn die optimale Ernährung wird von jeder Katze vertragen. Katzen unterscheiden in der Natur ebenfalls nicht nach Mäusen für Babykatzen und Mäusen für Erwachsene oder Senioren. Eine katzengerechte Ernährung passt immer.

Ein weiterer Vorteil: Eine gesund ernährte Katze hat automatisch weniger Hunger. Sie ist gut mit allen Nährstoffen versorgt, frisst keine Appetitanreger und keine Geschmacksverstärker, die ihr natürliches Sättigungsgefühl unterdrücken würden und ist gesund und vital.

*Unter den "Zusatzstoffen im Futter" verstehen wir folgendes: Getreidefrei: Katzenfutter ohne Getreide // Zuckerfrei: Kein Zucker oder zuckerhaltige Inhaltsstoffe (Beispiel: Rübenmelasseschnitzel) // Konserv.frei: Keine natürlichen und künstlichen Konservierungsstoffe // Ohne Füllstoffe: Futter, bei dem aus der Deklaration nicht hervorgeht, dass es aus mehr als 70% guter tierischer Erzeugnisse besteht.