Futtermittelallergien und Intoleranzen bei Katzen

Nicht nur beim Menschen mehren sich stetig Allergien und Intoleranzen gegenüber diversen Lebensmitteln, auch Katzen reagieren zunehmend allergisch oder intolerant auf das verabreichte Katzenfutter. Dabei sind sowohl die Diagnose der Problematik, als auch die Ursachenfindung sehr kompliziert und bedeuten einen großen Aufwand für alle Katzenhalter. Dementsprechend unterscheiden sich natürlich auch die Behandlungsmethoden voneinander. Eine Heilung ist in den meisten Fällen nicht möglich, sodass lediglich vorbeugend agiert werden kann, um das Tier gesund zu halten.

Trockenfutter als Auslöser für Allergien

Unterschied zwischen Futtermittelallergie und Intoleranz

Während die auftretenden Symptome bei beiden Erkrankungen nahezu identisch sind, gibt es doch in der Entstehung der Krankheit einen gravierenden Unterschied. Im der Entstehung und Entwicklung einer Allergie reagiert das Immunsystem der Katze auf einen bestimmten Nährstoff der Nahrung. Es werden Antikörper gebildet, die schnell auf jeden Einfluss des Bestandteiles reagieren. Hier genügen auch kleinste Mengen des allergischen Stoffes, um das Immunsystem der Tiere auf Hochtouren zu bringen und mitunter massive Abwehrreaktionen bis hin zu einem allergischen Schock nach sich zu ziehen.

Bei einer Intoleranz gegen bestimmte Nährstoffe oder Bestandteile der Nahrung entwickeln sich dagegen zwar Abwehrreaktionen des Körpers, allerdings gehen diese meist nicht mit einer lebensbedrohlichen Situation einher. Oft bilden sich lediglich verschiedene Hautausschläge oder es kommt zu Problemen mit dem Magen-Darm-Trakt. Mit einer Futtermittelintoleranz kann die Katze meist gut leben, wenn man die Auslöser vermeidet.

  • Allergie: Lebensbedrohlich durch allergischen Schock möglich
  • Intoleranz: Katze kann damit Leben, wenn man den Auslöser vermeidet

 

Symptome, die auf Allergien und Intoleranzen hinweisen können

Zahlreiche Symptome können auf Allergien und Intoleranzen hinweisen. Die bei Katzen am häufigsten auftretende Erscheinung ist in diesem Zusammenhang ein Hautausschlag – mal mehr, mal minder intensiv. Oft gepaart ist dieser mit kahlen Stellen im Fell und einem starken Juckreiz, der das Tier vermehrt zum Kratzen anregt und so auch weitere Verletzungen mit sich ziehen kann.

Manche Katzen neigen auch nur dazu, sich vermehrt zu putzen und zeigen keine weiteren Symptome. Auch Übelkeit, ungewöhnlich häufiges Erbrechen und konstanter Durchfall können auf eine Allergie oder Intoleranz gegen Futtermittel hindeuten. Gleichzeitig können diese Symptome aber auch bei zahlreichen anderen Erkrankungen auftreten, sodass genau abgeklärt werden sollte, was der genaue Ursprung der Problematiken des Tieres ist

  • Hautausschläge
  • kahle Stellen im Fell
  • starker Juckreiz
  • häufiges Erbrechen
  • konstanter Durchfall

 

Diagnose der Krankheit – Bluttests nutzlos!

Futtermittelallergien und Intoleranzen lassen sich nicht anhand eines Bluttestes feststellen. Diese werden zwar angeboten, sind jedoch nicht nur sehr teuer, sondern bieten auch keine genaue Aussagekraft. Im Rahmen dieser Tests wird nur auf die gängigen Futtermittel getestet, jedoch entwickeln sich im Rahmen einer Intoleranz oder Allergie meist zusätzliche Kreuzallergien/Intoleranzen, die ebenfalls für die Symptome verantwortlich sind.

Katzen können selbst auf die eigenen Hautschuppen, die Hautpartikel der Besitzer, jegliches verwendete Waschmittel und Pflegeprodukt der Menschen (mit denen sie über Streicheleinheiten oder Berührungen der Kleidung in Kontakt kommen) allergisch reagieren – insbesondere dann, wenn bereits eine herkömmliche Futtermittelallergie vorhanden ist. Dazu kommt, dass bei diesen Tests das Blut der Tiere keinerlei Ausschlag zeigt, obwohl es sich bei den getesteten Mitteln um die Auslöser der Symptome handelt. Die selbe Unzuverlässigkeit gilt für die häufig angebotenen Schnelltests.

Bluttests haben wenig Aussagekraft

 

Differentialdiagnosen – andere Ursachen suchen

Um eine Futtermittelintoleranz oder Allergie festzustellen, gilt es daher im Vorfeld alle in Frage kommenden Differentialdiagnosen auszuschließen. Zuerst wird daher auf eine parasitäre Erkrankung untersucht, die bei vielen Tieren vorkommen kann – insbesondere bei Freigängern. Sowohl der Befall mit Flöhen, als auch Milben oder anderen Parasiten kommt hier in Frage und kann mit einer Futtermittelallergie identische Symptome mit sich bringen. Der Test auf Parasiten ist sehr einfach und erfolgt über eine Kontrolle abgeschabter Haare und Hautpartikel. Im Falle eines Befalles lassen sich dort entweder Kotabsonderungen oder die Tiere selbst finden.

  • Untersuchung auf Parasiten in den Haaren und Hautpartikeln
  • Kotuntersuchungen
  • Bakterielle Infektionen
  • Pilze

Wenn die Untersuchung auf eine parasitäre Erkrankung ergebnislos verlief, wird im Anschluss die Beschaffenheit der Haut untersucht. Dies nennt man eine zytologische Untersuchung. Hier wird auf eine bakterielle Infektion der Haut, sowie auf eventuelle Pilze getestet. Beides kommt bei Katzen jedoch nur sehr selten vor.

 

Ausschlussdiät

Erst wenn all diese Erkrankungen ausgeschlossen werden konnten, sollte man die Theorie der Futtermittelallergie oder Intoleranz genauer untersuchen. Die einzige Möglichkeit, ein aussagekräftiges Ergebnis zu erhalten, ist hier jedoch die Ausschlussdiät. Bei dieser wird auf alle bisher gefütterten Fleischsorten restlos verzichtet, ebenfalls alle weiteren Bestandteile, die bisher dem Tier bekannt waren – dazu zählen nicht nur alle gängigen Fleischsorten, sondern auch alle im Futter vorhandenen Getreidearten. Meist wird im Rahmen einer Ausschlussdiät zu seltenen und meist im Vorfeld nie verabreichten Fleischsorten wie Känguru, Büffel, Strauß, Wild oder Pferd gegriffen.

Das neue Futter muss über mindestens drei Monate gefüttert werden, da die Allergene erst nach 8-10 Wochen den Körper der Tiere verlassen und daher ein aussagekräftiges Ergebnis erst nach diesem Zeitraum vorliegt. Auch muss zwingend auf die Gabe von Leckerchen verzichtet werden und sichergestellt sein, dass die Katze keinerlei Zugang zu anderen Lebensmitteln erhält. Sollte sich in diesem Zeitraum der Zustand des Tieres verbessern, kann man von einer Futtermittelallergie- oder Intoleranz ausgehen.

Zur Überprüfung folgt ein Provokationstest mit der ursprünglichen Futtersorte. Entstehen aufgrund dieses Tests wieder erneute Symptome, gilt eine Allergie oder Intoleranz gegen das Futter oder bestimmte Bestandteile als gewiss. Wenn sich während der Ausschlussdiät die Symptome jedoch nicht verändern, muss mit weiteren Futtersorten überprüft werden, ob eine Besserung eintritt – ist dies nicht der Fall, handelt es sich nicht um eine Futtermittelallergie. Dennoch kann generell eine Allergie so kaum ausgeschlossen werden, da das Tier auch auf jegliche Einflüsse aus der Umwelt allergisch reagieren könnte.

  • Fütterung über mindestens 3 Monate
  • Keine Leckerchen zufüttern
  • kein Zugang zu anderen Lebensmitteln

Wenn man nicht handelt leidet die Katze

Ursachen für Futtermittelallergien und Intoleranzen

Futtermittelallergien und Intoleranzen entstehen durch zahlreiche Stoffe und Bestandteile herkömmlichen Katzenfutters. In den meisten Produkten sind Konservierungsstoffe in großen Mengen enthalten – davon profitieren nicht nur die Hersteller, sondern auch die Kunden wünschen sich inzwischen ein Produkt, das sich lang lagern lässt, ohne zu verderben. Viele dieser Konservierungsstoffe sind dafür bekannt, schwerwiegende Allergien und Intoleranzen beim Tier auszulösen.

Der Großteil der Katzen reagiert jedoch nicht auf die verschiedenen Stoffe, sondern primär auf die im Futter enthaltenen Proteine. Zu den gängigsten Allergieauslösern zählen daher Milchprodukte, Geflügel- und Rindfleisch, Eier, Fisch, sowie jegliche Getreide- und Sojazusätze im Futter.

Auch die Gabe einzelner Medikamente kann Unverträglichkeiten fördern oder auslösen. Bei manchen Tieren kann zudem von einer genetischen Disposition ausgegangen werden.

  • Futtermittel
  • eigene Hautschuppen
  • Hautpartikel des Besitzers
  • Waschmittel
  • Pflegeprodukte des Menschen

 

Vorbeugende Maßnahmen

Wer schon vor der Entstehung einer Futtermittelallergie oder Intoleranz dafür sorgen will, dass das geliebte Tier gesund bleibt, sollte daher auf eine artgerechte Ernährung setzen. Dazu zählt vor allem, einen hohen Anteil an Fleisch zu füttern. Die Verdauungsorgane der Katzen sind nicht dazu im Stande, Getreide aufzuspalten und zu verdauen – dementsprechend kommen die so aufgenommenen Nährstoffe ungenutzt wieder aus dem Körper heraus und belasten diesen unnötig.

Es fehlen den Tieren schlicht die notwendigen Enzyme für eine Verdauung von Getreide. Daher sollte auch darauf geachtet werden, dass möglichst wenig davon im Katzenfutter vorkommt – es handelt sich lediglich um ein günstiges Streckmittel für die Hersteller, bringt aber absolut keinen Mehrwert für die Katze mit sich. Durch die Belastung des Körpers entstehen neben Allergien und Intoleranzen auch zahlreiche weitere Erkrankungen.

Im besten Fall bietet man dem eigenen Tier daher eine ausgewogene Fütterung mit rohem Fleisch an – möglichst nah an den natürlichen Gegebenheiten der Tiere. Sollte dies nicht möglich oder erwünscht sein, sollte man auf hochwertige Nassfuttersorten zurückgreifen, die eine vollständige Aufschlüsselung aller enthaltenen Bestandteile bieten. Oft werden für diverse Getreidearten – oder auch Zucker – im Futter alternative Namen genutzt, um die Beschreibung für den Endkunden unverständlicher zu gestalten. Mit unseren Katzenfutter Tests unterstützen wir Sie bei der Entscheidung zu einem geeignetem Futter!

  • Artgerechtes Futter (BARF oder Nassfutter)
  • Hoher Fleischanteil
  • So gut wie kein Getreide
  • Kein Zucker

Das Futter von Kitekat scheidet allein durch den enthaltenen Zucker als gutes Katzenfutter aus!

Chemie NEIN - Natur JA

Behandlungsmethoden

Behandeln lassen sich Futtermittelallergien und Intoleranzen nicht. Um ein Auftreten der Symptome zu verhindern, bleibt lediglich die Möglichkeit, alle auslösenden Bestandteile der Nahrung aus der täglichen Fütterung zu entfernen. Sollte dies nicht möglich sein, da keine genaue Ursache gefunden werden kann, bleibt nur die stetige Gabe von Kortison, um den Juckreiz und den Hautausschlag im Griff zu halten.

Jedoch kann die dauerhafte Verabreichung dieses Medikamentes auch ernsthafte gesundheitliche Folgen mit sich bringen. Daher sollte möglichst genau ermittelt werden, auf was das Tier allergisch reagiert – wenn es sich im Rahmen der Futtermittel allein nicht feststellen lässt, empfiehlt sich auch ein Wechsel von Waschmittel, Deodorant und vielen weiteren Produkten, die im menschlichen Alltag Anwendung finden.

 

Darmflora aufbauen

Zur allgemeinen Unterstützung im Falle einer Erkrankung gibt es zudem einige Möglichkeiten, um die allgemeine Gesundheit des Tieres zu steigern und somit auch die Symptome zu lindern. Da sich die Allergene vor allem im Darm festsetzen und von dort die Symptome verursachen, kann man auf kleine Hilfsmittel setzen, die die Darmflora aufbauen und dort helfen, die schädlichen Bestandteile aus dem Körper abzusondern. So wird auch der gesamte Verdauungstrakt der Tiere geschont und unterstützt. (Beispielsweise mit dem Futter von Anifit und Power Darm.)

 

Auf Trockenfutter verzichten

Ferner sollte man vollständig auf Trockenfutter verzichten, um die Gesundheit des Tieres zu unterstützen. Da Katzen reine Wüstentiere sind, die ihren gesamten Flüssigkeitsbedarf über die Zufuhr von Nahrung aufnehmen, wirkt sich Trockenfutter kontraproduktiv auf den gesamten Verdauungstrakt der Tiere aus und trocknet diesen langsam aus. Eine Katze, die mit Trockenfutter ernährt wird, müsste mehrere Liter Wasser am Tag trinken, um den Flüssigkeitshaushalt auszugleichen – da dies jedoch in den seltensten Fällen von den Tieren umgesetzt wird, werden so auf Dauer die Organe belastet und schwer geschädigt.

 

Chemische Wurmkuren und Impfungen vermeiden

Auch zu häufige Impfungen können das Immunsystem zu sehr belasten. Um zu überprüfen, ob eine Impfung notwendig ist, lässt sich anhand einer Blutuntersuchung der aktuelle Titer-Wert im Körper des Tieres bestimmen und so ermitteln, wie lang die Impfung noch wirksam ist. In den meisten Fällen ist ein deutlich längerer Schutz gegeben, als vom Hersteller angegeben. Im selben Zug sollte man auch auf wahllose Wurmkuren verzichten. Diese belasten nicht nur in einem hohen Maß den Körper der Tiere – immerhin handelt es sich dabei um Nervengifte – sondern die rege Anwendung führt auch zu Resistenzen bei den Parasiten.

Bei Verdacht auf einen Befall sollte man drei Tage den Kot der Tiere einsammeln und diesen anschließend beim Tierarzt überprüfen lassen – nur wenn dort ein Befall festgestellt wird, ist eine Behandlung mit einer chemischen Wurmkur von Nöten. Alternativ gibt es auch genügend pflanzliche Wurmkuren auf dem Markt.

22 Comments
  1. Dieser Beitrag ist sehr interessant. Ich habe viel daraus gelernt und kann nur empfehlen, ihn gründlich zu lesen.

  2. Sehr informativer Artikel, den ich gern gelesen habe und der mir viel gebracht hat. 🙂

  3. Als mein Kater immer öfter Durchfall hatte, riet meine Tierärztin nach einer Untersuchung, ich solle versuchen, die Darmflora des Tieres wieder aufzubauen. Außerdem auf zuckerhaltiges Futter verzichten. Ich habe darauf geachtet nur zuckerfreies Futter zu kaufen und habe „Power Darm“ besorgt. Schritt für Schritt wurde es besser.

    • Da unser Kater ebenfalls mit Durchfall, Futtermittelallergien und Intoleranzen zu kämpfen hat, werde ich mir dieses Power Darm mal näher anschauen. Auf zuckerhaltiges Futter habe ich die ganze Zeit schon verzichtet, beim Vorbesitzer war das allerdings leider nicht der Fall…

  4. Als ich diesen Bericht ausführlich gelesen habe, muss ich sagen, dass mir Vieles davon unbekannt war. Er war informativ und hat mich wieder ein Stück weiter gebracht meiner Katze ein ganzes Katzenleben lang das zu geben, was sie wirklich braucht. Ihre Berichte lese ich sehr gern.

  5. Dass Katzen selbst auf ihre eigenen Hautschuppen allergisch reagieren können, ist ja echt krass. Futtermittelallergien und Intoleranzen scheinen ja generell auf dem Vormarsch zu sein, egal ob bei Katze, Hund, anderen Tieren oder dem Menschen. So wie heutzutage viele „Lebensmittel“ produziert werden bzw. sich sehr viele auch einfach keine Gedanken machen oder nicht auf gewisse Körpersignale hören, wohl auch nicht verwunderlich. Kindern wird das dann gerne systematisch aberzogen.

    Auf der anderen Seite dröhnt man sich heutzutage fröhlich gerne rund um die Uhr freiwillig mit einem ganzen Chemikalienmix zu, und das rund um die Uhr – Stichwort „Duftdesign“ und Co. Ob Putzmittel, Duschgel, Deo, Waschmittel oder Weichspüler (wenn nicht gleich Duftkerze, automatischer Sprüher, Duftstäbchen oder Wunderbaum), alles muss immer stärker (kein Wunder, viele stumpfen ab) und länger „duften“. Gerade die neue Weichspüler- und Waschmittelgeneration, die mit „12 Wochen frischer Duft“ wirbt, ist da ganz übel – wer halbwegs empfindlich darauf reagiert, hat ein wahres Spießrutenlaufen, da es dann aus gefühlt jedem Wäschekellerschacht und Garten weht, Sitze in U-Bahn oder beim Zahnarzt nach dem Vorgänger riechen etc. etc. Das sind Düfte, die gekommen sind, um erst mal hartnäckig zu bleiben, und auch so beworben wird. Gibt man die entsprechenden Produkte bei Codecheck ein, ist das nicht selten sehr aufschlussreich. Aber viele glauben halt lieber der Werbung und assoziieren „Frische“ nicht mehr mit frischer Luft von draußen (wo man heute froh sein muss, wenn man die zuverlässig duftfrei bekommt), sondern mit „Aprilfrische“ von Lenor und Co. Sehr auffällig bei Leuten, die auf solche Produkte umsteigen: es wird gleichzeitig zunehmend weniger gelüftet (manche sind von Frischluftfanatikern zu Fast-nie-Lüftern geworden), weil der durch die Mikrokapseln permanent bei jeder Bewegung abgegebene Duft signalisiert, dass ja geruchlich alles ok ist… Was dann wieder heißt, dass die Konzentration dieser Schadstoffe in der Raumluft noch höher ist, als wenn wenigstens regelmäßig ausreichend gelüftet würde.

    Was das auf Dauer mit Katzen und anderen Tieren macht, ist eine gute Frage – allein schon durch das deutlich geringere Körpergewicht dürften sie diesen Dauerbeschuss aufs Immunsystem weit weniger gut vertragen als Menschen. Von mit solchen Produkten gewaschenen Textilien geht der Duft dann auch aufs Fell über – und da sich Katzen ja meist regelmäßig und ausgiebig putzen, nehmen sie das ganze nicht nur über die Atemwege, sondern auch noch oral auf. Wenn das Immunsystem durch derart unnütze Belastungen ausgelastet ist, verwundert es dann halt nicht, wenn es irgendwann zu Entgleisungen kommt…

  6. Vielen vielen Dank für diesen interessanten Bericht. Ich habe ihn sehr ausführlich und mit großem Interesse gelesen und fand ihn äußerst erhellend. Ich werde jetzt manches mit anderen Augen sehen.

  7. Sehr interessanter Bericht den ich mit viel Aufmerksamkeit gelesen habe. Da ich auch seine sehr sensible Katze mein Eigen nenne, war ich überrascht, auf wie Vieles Katzen allergisch reagieren. Der Bericht hat mir weitergeholfen. Vielen Dank dafür.

  8. Echt traurig, dass nicht nur Futtermittelallergien so auf dem Vormarsch sind, sondern auch andere Intoleranzen derart um sich greifen. Zum Glück werden durch Berichte wie eure die Menschen zunehmend sensibilisiert und besinnen sich hoffentlich verstärkt auf echte Qualität.

  9. Dieser Artikel über Futtermittelallergien und Intoleranzen bei Katzen zeigt mal wieder, wie wichtig die richtige Fütterung ist. Leider verlassen sich immer noch zu viele auf die Werbeaussagen der gängigen Supermarktmarken…

  10. Futtermittelallergien und Intoleranzen scheinen derzeit ja bei Mensch wie Tier nur so um sich zu greifen. Von manchen wird es ja belächelt (und eingige springen wohl einfach auf einen „Hype“ auf, um im Zweifel auf der sicheren Seite zu sein), aber es gibt durchaus viele, die von bestimmten Lebensmitteln oder auch Chemikalien (Putzmittel, Duftstoffe, Zusatzstoffe…) Beschwerden bekommen. Was zum Teil auch zu chronischen Erkrankungen führen kann. Und das ist bei einem Tier wie der Katze sicher nicht anders – wenn gut gemeintes, aber schlecht geeignetes Futter Darmflora und Immunsystem kaputt machen und die Katze vielleicht noch draußen etwas Giftiges erwischt, oder in der Wohnung pausenlos einer Berieselung mit ungesunden Stoffen ausgesetzt ist, kann das bisweilen den stärksten Stubentiger gesundheitlich aus der Bahn werfen…

  11. Es ist echt schlimm, wie viele Katzen mittlerweile unter Futtermittelallergien und Intoleranzen leiden 🙁 Aber leider kaufen immer noch viel zu viele einfach blind und ohne sich zu informieren das, was im Supermarkt am interessantesten ausschaut und/oder am billigsten ist – warum sollte man den Multikonzernen auch nicht vertrauen…

  12. Von Futtermittelallergien und Intoleranzen blieben unsere Katzen zum Glück bisher verschont. Wir achten in den letzten Jahren aber auch verstärkt auf hochwertiges Futter.

  13. Futtermittelallergien und Intoleranzen hatten unsere Katzen zum Glück nicht, allerdings hatten wir mal einen Kater, der einen Nierenschaden erlitt – dieser kann als Ursache auch unpassendes Futter gehabt haben. Da hängt es zum Teil auch von der individuellen Veranlagung ab, wie verträglich das Futter ist. Ein anderer Kater ist mit demselben Katzenfutter sehr alt geworden.

  14. Es ist echt schlimm, wie sehr Futtermittelallergien und Intoleranzen um sich greifen. Allerdings habe ich zum Teil den Eindruck, dass es auch daran liegt, wie so manche Katze heutzutage permanent mit allerlei Chemikalien zugedröhnt wird, bis hin zum „duftet 200 Tage und bei jeder Bewegung neu“-Weichspüler. Wenn da 24/7 schon so ein starkes Grundrauschen da ist, das die Entgiftungsorgane zu bewältigen haben, dann wundert es mich nicht, wenn das Immunsystem irgendwann mit der Gesamtsituation überfordert ist.

  15. Vielen Dank für diesen Artikel, das verschafft einen guten Überblick über Symptome und Diagnose bei Futtermittelallergien und Intoleranzen. Ich könnte mir vorstellen, dass mehr Katzen als gedacht darunter leiden, einige dieser Symptome werden von einigen Katzenhaltern ja oft eher abgetan oder dann symptomatisch angegangen.

  16. Futtermittelallergien und Intoleranzen sind leider auch bei Katzen zunehmend auf dem Vormarsch. Und oft zeigen sich diese erst relativ spät, wenn das Immunsystem insgesamt überlastet ist. Von daher kann ich nur empfehlen, von Anfang an auf hochwertiges Futter ohne unnötige Bestandteile zu achten sowie bestimmte Zusätze bei Bedarf selbst zu ergänzen statt ein Futter mit mehr Marketing-Blingbling statt wirklichem Benefit für die Katze zu kaufen.

    Und natürlich lohnt es sich auch, im Haushalt auf eine möglichst geringe Belastung durch Chemikalien zu setzen – die meisten Putzmittel dienen mehr dem Konto des Herstellers als dass sie wirklich nötig wären. Rein von der Hygiene her genügt für viele Flächen kaltes Wasser und ein Mikrofasertuch, Duftstoffe in Putzmitteln benötigt kein Mensch (auch wenn sie bei vielen für ein besseres „Gefühl“ nach dem Putzen sorgen, aber ich putze doch für wirkliche Sauberkeit und nicht um unnötige Chemikalien auf die Oberflächen aufzutragen oder in den Ausguss zu kippen?), und auch beim Wäschewaschen ist weniger oft mehr. Was die meisten Menschen ein Leben lang (anscheinend) gut vertragen, muss bei einer Katze mit deutlich weniger Lebendgewicht und weniger Toleranz für bestimmte Substanzen nicht auch so sein. Eine Katze läuft ja quasi „barfuß“ durch die Wohnung oder liegt mit ihrem Fell auf der gewaschenen Wäsche – beim Putzen wird dann das ein oder andere unerwünschte aus Wasch- und Putzmitteln mit aufgenommen. Insbesondere bei den modernen immer stärker haftenden Duftstoffen.

    Und auch der Mensch profitiert davon, sich nicht mehr zu belasten als für den jeweiligen Zweck nötig. „Es ist eh schon alles so giftig“ ist kein Argument dafür, dann gar nicht mehr darauf zu achten, sondern eher ein Argument dafür, bei Produkten, die man tagtäglich verwendet, ab und an ein wenig mehr Augenmerk auf solche Dinge zu lenken. Der Zeitbedarf dafür dürfte überschaubar sein – schließlich kauft man ja nicht jeden Tag komplett neue Produkte. Und auch die Hersteller richten sich letztendlich nach der Nachfrage – wenn vorrangig möglichst schonende Produkte nachgefragt werden, würden sich bestimmte Zusätze mit zweifelhaftem Nutzen irgendwann von selbst erledigen.

  17. Das mit den Futtermittelallergien und Intoleranzen bei Katzen, anderen Tieren und auch dem Menschen ist ein leidiges Thema. In vielen Dingen würde da eine Besinnung auf das Wesentliche und vor allem Richtige und Wichtige wohl oft helfen, solche Unannehmlichkeiten zu vermeiden. Gerade unsere Wohlstandsgesellschaft lässt „das Wesentliche“ oft aus dem Blickfeld verlieren, stattdessen wird zu viel von zu wenig gesundheitsförderndem oder sogar schädlichen konsumiert.

    Und schon früher war „das Richtige“ oft zu wenig Thema, wenn ich z.B. an die ganzen Katzen denke, die beim Bauern oft nichts bekamen außer Milch. Da gab es auch schon entsprechende Intoleranzen, das Ausmaß der heutigen Futtermittelallergien ist aber im Vergleich dazu immens geworden.

    Leider ist heute für den Laien der Dschungel an Gesundheits- und Werbeaussagen fast unüberschaubar geworden… und auch neue Firmen, die einen auf ganz besonders cool, hip und „besser als der Rest“ machen, sind bisweilen auf den ersten Blick zwar durchaus sehr hip und cool, aber leider auf den zweiten Blick nicht gerade besser als die Mitbewerber, sondern nur geschickter im Marketing.

    Erst neulich bin ich auf ein Hundefutter-Startup gestoßen, wo anscheinend noch groooße Defizite allein schon beim Thema Wissen über Omega-Fettsäuren vorhanden waren. Oder Website-Erstellung und Social-Media-Pflege wurden einer Praktikantin überlassen, wer weiß…

  18. Das mit dem Powerdarm muss ich mir genauer anschauen. Ich wusste gar nicht, dass es solche Mittel gibt, die bei Futtermittelallergien oder Intoleranzen unterstützend wirken.

  19. Das Thema Futtermittelallergien und Intoleranzen bei Katzen wird von vielen leider noch zu sehr ignoriert. Da wird gekauft, was im Supermarkt gerade am nettesten ausschaut und vielleicht noch am wenigsten kostet, und wenn es zu irgendwelchen Unverträglichkeiten kommt, liegt das garantiert an etwas anderem… Wobei man natürlich auch bei teuren Marken sich nicht darauf verlassen kann, dass da keine unnötigen möglichen Problemstoffe enthalten sind. Und so manche Katze entwickelt auch auf ganz harmlose Bestandteile Allergien, da ist die Suche nach dem Auslöser oft nicht einfach.

  20. Mich wundert fast, dass bei Katzen Futtermittelallergien und Intoleranzen nicht viel weiter verbreitet sind bei dem minderwertigen Futter und der Hülle und Fülle an synthetischen Chemikalien durch Putzmittel, Raum“erfrischer“, Waschmittel und Co, denen viele Katzen ausgesetzt sind.

  21. Futtermittelallergien und Intoleranzen bei Katzen sind leider ein zunehmend größer werdendes Problem. Ich höre das im Bekannten- und Verwandtenkreis immer häufiger, dass es Fälle gibt. Natürlich sollte man da das Gesamtbild betrachten – selbstverständlich gehört unbedingt artgerechtes Futter in den Napf.

    Aber die Katze sollte auch genügend Bewegung und Beschäftigung haben, und auch ein möglichst schadstofffreies Umfeld ist wichtig. Wer immer die neuesten Möbel, Teppich und Wandfarbe braucht, aber Hauptsache billig, 24/7 zu Schadstoffberieselung durch Wäscheparfüm, Weichspüler und andere parfümierte oder anderweitig schadstoffhaltige Produkte greift, der braucht sich nicht zu wundern, wenn das Fass irgendwann überläuft. Und natürlich ist auch teuer nicht automatisch gut oder schadstoffarm (Wollteppiche sind z.B. meistens mit Mottenschutz behandelt) – aber wenn schon billig, dann lieber gebraucht (dann sind Möbelschadstoffe schon mal weitgehend ausgelüftet) oder aber billig und schadstofffrei (bei Wandfarbe z.B. die gute alte Rügener Kreide – muss halt selber angerührt werden, viele sonst enthaltene Schadstoffe sind ja nur der Konservierung der fertigen Flüssigfarbe geschuldet).

    Es gibt ja heutzutage den Spruch „die Leber wächst mit ihren Aufgaben“, aber den sollte man eben nicht allzu ernst nehmen. Und klar wird das ein oder andere halbwegs problemlos erst mal entgiftet, aber dass die Herstellung von entsprechenden Enzymen auch Vitamine und Spurenelemente verbraucht, daran denken die wenigsten. Und auch Übergewicht liegt mitunter an sogenannten Xenoöstrogenen, also Schadstoffen, die im Fettgewebe eingelagert werden und von dort munter eine unerwünschte Wirkung erzeugen.

    Gerade bei Katzen finde ich es ja besonders perfide, wenn man oder frau zu großer Parfüm-Fan ist. Die Duftstoffe aus Weichspüler, Handcreme, Seife oder auch Putzmitteln gelangen in gewissen Mengen ins Katzenfell. Wer meint, dass seine Katze aber nicht danach riecht – wer rund um die Uhr davon umgeben ist, der stumpft halt irgendwann ab, wenn er nicht gerade selbst Allergien oder Unverträglichkeiten dagegen entwickelt. Abgesehen davon, dass auch die Aufnahme über die Atmung nicht gerade gesundheitsfördernd ist, ist es nicht so toll, wenn die Katze dann beim Putzen alles aufnimmt (und Katzen putzen sich ja normal immer, egal wie ekelhaft es ihnen schmeckt.

    Auch ätherische Öle sind problematisch – manche denken sich, hey wie praktisch, ich nehme mal Teebaumöl, um bei meiner Katze Flöhe zu vertreiben. Wer so weit nicht denken kann, dass eine Katze nun mal ihr Fell putzt und dadurch eine gewisse Menge verschluckt, sollte echt keine Katze halten. Das Teebaumöl wirkt sich schädlich auf den Leberstoffwechsel aus und kann zu neurologischen Ausfallserscheinungen, Abmagerung oder sogar Koma und Tod führen. Auch viele andere ätherischen Öle können Katzen nur sehr langsam abbauen.

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