Katzenfutter Lexikon

Glycerin

Andere Bezeichnungen: Glyzerin, E422, Glycerol

Glycerin ist ein dreiwertiger Alkohol, der in der Futtermittelherstellung als Feuchthaltemittel, Weichmacher und Energieträger eingesetzt wird. Besonders häufig findet man es in Katzensnacks und Halbfeuchtfutter, wo es die Konsistenz stabilisiert und das Austrocknen verhindert.

Die Herkunft von Glycerin kann variieren:

  • Pflanzlich – z. B. aus Kokos- oder Palmöl
  • Tierisch – z. B. aus tierischen Fetten, oft als Nebenprodukt aus der Biodieselproduktion
  • Synthetisch – aus Erdölchemie

Glycerin liefert zwar Energie, bietet aber keinen ernährungsphysiologischen Mehrwert für Katzen. In geringen Mengen gilt es als unbedenklich. Bei übermäßiger Zugabe kann es jedoch zu folgenden Problemen führen:

  • Durchfall durch die wasserbindende Wirkung
  • Vermehrter Durst und Wasseraufnahme
  • Verfälschung der Konsistenz als Ersatz für hochwertige Zutaten

Die Angabe von Glycerin in der Deklaration deutet meist auf ein verarbeitetes, technisiertes Futter hin. In naturbelassenen Produkten ist es unnötig und wird in hochwertigem Nassfutter kaum verwendet.

Fazit zu Glycerin im Katzenfutter:

Glycerin ist ein technischer Zusatzstoff, der vor allem der Produktstabilität dient und nicht der Gesundheit der Katze. Bei deklarierter Herkunft und niedriger Dosierung ist es tolerierbar, sollte aber in einer artgerechten Ernährung möglichst vermieden werden.