Katzenfutter Lexikon

Leberhydrolysat

Andere Bezeichnungen: Hydrolysierte Leber, Leberextrakt

Leberhydrolysat ist ein durch Hydrolyse aufgeschlossenes Leberprotein. Dabei wird Leber (meist vom Schwein oder Rind) mit Wasser, Enzymen oder Säuren in ihre kleineren Bestandteile zerlegt – vor allem in Peptide und freie Aminosäuren. Ziel ist es, ein gut verdauliches, aromatisches Konzentrat zu erzeugen, das häufig als Lockstoff in Katzenfutter eingesetzt wird.


Der Einsatz von Leberhydrolysat hat in der Industrie vor allem zwei Zwecke:

  • Steigerung der Akzeptanz – Katzen werden durch den intensiven Geruch und Geschmack zum Fressen animiert
  • Proteinquelle – insbesondere in minderwertigem Futter als Ersatz für frisches Fleisch

Vorteile von Leberhydrolysat:

  • Gut verdaulich aufgrund der aufgespaltenen Proteine
  • Sehr schmackhaft, kann bei appetitlosen Katzen hilfreich sein

Nachteile und Kritik:

  • Herkunft und Tierart meist nicht deklariert
  • Kann als Aromaträger eingesetzt werden, um minderwertige Rezepturen aufzuwerten
  • Durch die Verarbeitung gehen hitzeempfindliche Vitamine verloren

Der Begriff „Leberhydrolysat“ ist in der Deklaration wenig transparent, wenn keine Angabe zur Tierart oder Qualität gemacht wird. In hochwertigen Produkten wird meist auf deutlichere Bezeichnungen wie „hydrolysiertes Rinderleberprotein“ oder frische Leber zurückgegriffen.


Fazit zu Leberhydrolysat im Katzenfutter:

Leberhydrolysat ist ein aromatischer, leicht verdaulicher Eiweißlieferant – wird aber oft in intransparenter Qualität eingesetzt. Achten Sie auf klare Herkunftsangaben und bevorzugen Sie natürliche Leberbestandteile statt hydrolysierter Zusätze, wenn Transparenz und Qualität für Sie Priorität haben.