Katzenfutter Lexikon

Pflanzliche Nebenerzeugnisse

Andere Bezeichnungen: Pflanzliche Nebenprodukte, pflanzliche Rückstände

Pflanzliche Nebenerzeugnisse sind ein häufiger Bestandteil in vielen industriell hergestellten Katzenfuttern – insbesondere im Trockenfutter. Der Begriff ist recht allgemein gehalten und umfasst verschiedenste pflanzliche Reste, die bei der Verarbeitung von Getreide, Gemüse oder Hülsenfrüchten anfallen.


Hierzu zählen unter anderem:

  • Schalen von Getreide (z. B. Weizenkleie)
  • Pressrückstände von Pflanzenölen
  • Stängel, Wurzeln oder Hülsen
  • Auszüge aus Zuckerrüben (z. B. Rübentrockenschnitzel)

Allerdings ist die Bezeichnung "pflanzliche Nebenerzeugnisse" recht intransparent. Es bleibt unklar, welche Pflanzen verarbeitet wurden und in welcher Qualität diese Bestandteile vorliegen. Gerade für Katzen, die reine Fleischfresser (Carnivoren) sind, haben diese Zutaten kaum einen ernährungsphysiologischen Nutzen.


Vorteile pflanzlicher Nebenerzeugnisse:

  • Kostengünstige Rohstoffquelle für Hersteller
  • Liefern teilweise Ballaststoffe für die Verdauung
  • Können als Füllstoff dienen

Nachteile pflanzlicher Nebenerzeugnisse:

  • Unklare Deklaration – wenig Transparenz für Verbraucher
  • Kaum verwertbar für Katzen als Fleischfresser
  • Oft als billiger Ersatz für hochwertigere Zutaten genutzt
  • Können zu Verdauungsproblemen führen

Fazit zu pflanzlichen Nebenerzeugnissen im Katzenfutter:

Die Verwendung pflanzlicher Nebenerzeugnisse im Katzenfutter sollte kritisch hinterfragt werden. Sie bieten für Katzen nur geringen Mehrwert und deuten häufig auf ein minderwertiges Futter hin. Bei hochwertigen Katzenfuttern wird meist auf eine präzise Deklaration geachtet – pflanzliche Bestandteile werden dort konkret benannt und gezielt eingesetzt.