Katzenfutter Lexikon

Zellulose

Andere Bezeichnungen: pflanzliche Fasern, Pflanzenfasern, Lignozellulose (bei verholzter Form), Cellulosepulver

Zellulose ist ein unverdaulicher pflanzlicher Ballaststoff, der aus den Zellwänden von Pflanzen stammt. Im Katzenfutter wird Zellulose oft als Rohfaserquelle eingesetzt – sie dient nicht der Nährstoffversorgung, sondern hat technische und verdauungsregulierende Funktionen.


Da Katzen als reine Fleischfresser (Carnivoren) von Natur aus nur geringe Mengen pflanzlicher Bestandteile aufnehmen, ist Zellulose für sie nicht notwendig. Dennoch findet sie in industriellem Katzenfutter häufig Verwendung, z. B. um:

  • das Stuhlvolumen zu regulieren
  • einen sättigenden Effekt zu erzeugen
  • die Haarballenbildung zu verringern

Eine spezielle Form ist die sogenannte Lignozellulose. Dabei handelt es sich um eine Kombination aus Zellulose, Hemizellulose und Lignin – Bestandteilen verholzter Pflanzenteile (z. B. Holzfasern). Diese ist noch schwerer verdaulich als reine Zellulose und wird vor allem aus kostengründen eingesetzt.


Vorteile des Einsatzes von Zellulose im Katzenfutter:

  • unterstützt die Verdauung durch Quellwirkung
  • kann bei Verstopfung oder Haarballenbildung hilfreich sein
  • unterstützt das Sättigungsgefühl bei Diäten

Nachteile:

  • liefert keine Nährstoffe
  • zu viel Zellulose kann zu Durchfall oder Nährstoffverlusten führen
  • Lignozellulose ist besonders schwer verdaulich und dient oft nur als billiger Füllstoff

Fazit zu Zellulose im Katzenfutter:

Zellulose kann bei einzelnen Problemen wie Haarballenbildung nützlich sein, sollte jedoch nicht in großen Mengen enthalten sein. Bei Lignozellulose ist besondere Vorsicht geboten, da sie die Futterqualität oft eher mindert als verbessert.