KFT-Score Testkriterien

Hier haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, den Deklarationen von Katzenfuttern einen leicht verständlichen Score zu geben und damit Ihnen als Katzenhalter bei der Katzenfutterwahl zu helfen.

Da es uns wichtig ist, objektive und umfassende Informationen zu liefern, verwenden wir den “KFT-Score” (KatzenFutter Test Score). Dieser Bewertungsstandard basiert auf verschiedenen Kriterien, die Sie weiter unten sehen können. Am Ende erhält jedes Katzenfutter einen KFT-Score.

Unser Engagement gilt der Gesundheit und dem Wohlbefinden Ihrer Katze. Deshalb legen wir großen Wert auf die Transparenz und Verständlichkeit unserer Bewertungen. Jedes Katzenfutter, das wir bewerten, wird eingehend anhand der Deklaration analysiert und der KFT-Score wird sorgfältig berechnet, um Ihnen die zuverlässigsten und nützlichsten Informationen zu liefern.

Unsere Bewertungen richtigen sich danach dem durchschnittlichen Verbraucher einen einfachen Maßstab zu geben.

Umfang der Überprüfung: Eine Überprüfung, ob die vom Hersteller (oder Dritten) gemachten Angaben korrekt und gesetzeskonform sind, führen wir nicht durch. Was wird bewertet: Bewertet werden ausschließlich Katzen Alleinfuttermittel. Verwendet werden ausschließlich die Angaben in der Deklaration. Finanzierung: Die Animal Kingdom Corporation legt großen Wert auf Transparenz und Unabhängigkeit in ihren Testberichten. Zu diesem Zweck möchten wir klarstellen, dass für die Erstellung unserer Testberichte keinerlei Vergütungen von den Herstellern von Katzenfutter entgegengenommen werden. Zu keinem Zeitpunkt findet ein finanzieller Austausch zwischen einem Katzenfutterhersteller und der Animal Kingdom Corporation statt, der die Bewertungen oder Platzierungen der Produkte beeinflussen könnte. Unsere Webseite finanziert sich ausschließlich durch Einnahmen aus Gastbeiträgen und Werbeschaltungen im Ratgeberbereich. Diese Einnahmequellen ermöglichen es uns, unabhängig zu arbeiten und unsere Inhalte kontinuierlich zu erweitern, um unseren Leserinnen und Lesern wertvolle Informationen und Hilfestellungen anzubieten.

Bewertungskriterium 1: Mengen Deklarierung

Max. Punktzahl: 20

Dieses Bewertungskriterum umfasst eine maximale Punktzahl von 20. Diese Höchstpunktzahl wird an Katzenfuttermittel vergeben, die eine vollständige Prozentangabe für alle Zutaten aufweisen. Das bedeutet, dass jedes einzelne Element in der Zutatenliste des Futters mit einer genauen Mengenangabe versehen ist. Andererseits wird ein Katzenfutter, bei dem der Hersteller keine Mengenangaben bereitstellt, mit null Punkten bewertet. Auf diese Weise wollen wir Transparenz und Vollständigkeit in der Kennzeichnung von Katzenfutter fördern.

 

Beispiele für 0 Punkte:
„Rindfleisch, Rinderleber, Mais, Fischöl, Mineralstoffe“
„Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse, Getreide, Öle und Fette, Mineralstoffe“
„Getreide, Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse, Pflanzliche Nebenerzeugnisse“

2 Punkte – Mindestens 10% deklariert
Beispiele:
„10% Rind, Reis“
„5% Rindfleisch, 5% Rinderleber, Reis“
*„Rind (10%), Reis“
„10% Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse, Getreide, Öle und Fette, Mineralstoffe“
*„Getreide (10%), Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse, Pflanzliche Nebenerzeugnisse“

4 Punkte – Mindestens 20% deklariert
Beispiele:
„20% Rind, Reis“
„10% Rindfleisch, 10% Rinderleber, Reis“
*„Rind (20%), Reis“
„20% Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse, Getreide, Öle und Fette, Mineralstoffe“
*„Getreide (20%), Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse, Pflanzliche Nebenerzeugnisse“

6 Punkte – Mindestens 30% deklariert
Beispiele:
„30% Rind, Reis, Fischöl, Mineralstoffe“
„20% Rindfleisch, 10% Rinderleber, Reis“
*„Rind (30%), Reis“
„30% Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse, 10% Getreide, Öle und Fette, Mineralstoffe“
*„Getreide (30%), Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse, Pflanzliche Nebenerzeugnisse“

8 Punkte – Mindestens 40% deklariert
Beispiele:
„40% Rind, Reis“
„20% Rindfleisch, 20% Rinderleber, Reis“
*„Rind (40%), Reis“
„40% Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse, Getreide, Öle und Fette, Mineralstoffe“
*„Getreide (40%), Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse, Pflanzliche Nebenerzeugnisse“

10 Punkte – Mindestens 50% deklariert
Beispiele:
„50% Rind, Reis“
„40% Rindfleisch, 10% Rinderleber, Reis“
*„Rind (50%), Reis“


„50% Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse, Getreide, Öle und Fette, Mineralstoffe“
*„Getreide (50%), Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse, Pflanzliche Nebenerzeugnisse“

12 Punkte – Mindestens 60% deklariert
Beispiele:
„60% Rind, Reis“
„40% Rindfleisch, 20% Rinderleber, Reis“
*„Rind (60%), Reis“
„60% Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse, Getreide, Öle und Fette, Mineralstoffe“
*„Getreide (60%), Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse, Pflanzliche Nebenerzeugnisse“

14 Punkte – Mindestens 70% deklariert
Beispiele:
„70% Rind, Reis“
„50% Rindfleisch, 20% Rinderleber, Reis“
*„Rind (70%), Reis“
„70% Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse, 20% Getreide, 10% Öle und Fette, Mineralstoffe“
*„Getreide (70%), Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse, Pflanzliche Nebenerzeugnisse“

16 Punkte – Mindestens 80% deklariert
Beispiele:
„80% Rind, Reis“
„50% Rindfleisch, 20% Rinderleber, 10% Reis“
*„Rind (80%), Reis“
„80% Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse, 20% Getreide, 10% Öle und Fette, Mineralstoffe“
*„Getreide (80%), Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse, Pflanzliche Nebenerzeugnisse“

18 Punkte – Mindestens 90% deklariert
Beispiele:
„90% Rind, Reis“
„50% Rindfleisch, 30% Rinderleber, 10% Reis“
*„Rind (90%), Reis“
„90% Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse, 20% Getreide, 10% Öle und Fette, Mineralstoffe“
*„Getreide (90%), Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse, Pflanzliche Nebenerzeugnisse“

20 Punkte – 100% deklariert
Beispiele:
„90% Rind, 5% Reis, 4% Fischöl, 1% Mineralstoffe“
„60% Rindfleisch, 30% Rinderleber, 5% Reis, 4% Fischöl, 1% Mineralstoffe“
*„Rind (90%), Reis (10%)“
„60% Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse, 30% Getreide, 9% Öle und Fette, 1% Mineralstoffe“
*„Getreide (80%), Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse (10%),, Pflanzliche Nebenerzeugnisse (10%),“

 

*Sonderregelung:

2 Punkte Abzug für Prozentangaben ausschließlich in Klammern

Beispiele:
„Getreide (54%)“
„Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse (60%)“
„Huhn (60%)“


Hintergrund:
Produkte, die Prozentangaben in Klammern verwenden, welche möglicherweise auf die Beschaffenheit und nicht auf den tatsächlichen Anteil der Zutat im Futter hinweisen, erhalten einen Abzug von 2 Punkten im KFT Score bei diesem Bewertungskriterium.

Beispielsweise kann „Rindfleisch (40%)“ bedeuten, dass 40% vom Rindfleisch Frischfleisch sind und die restlichen 60% des Rindfleisches gefroren waren.
Andere mögliche Beschreibungen: gemahlen, getrocknet, gefriergetrocknet
Wenn die Prozentzahl ohne Klammer dasteht, bezieht sich diese auf die Menge im Futter, sollte keine andere Beschreibung vorhanden sein.

In den Kennzeichnungsbestimmungen für Alleinfuttermittel gemäß der Verordnung (EG) Nr. 767/2009, insbesondere im Artikel 17 und Anhang VI, wird festgelegt, wie Zutaten und ihre Mengenangaben auf dem Etikett dargestellt werden müssen. Während die Zutatenliste die Bestandteile in absteigender Reihenfolge ihres Gewichtsanteils im Augenblick der Herstellung des Futtermittels nennen muss, gibt es keine explizite Vorgabe dazu, ob Mengenangaben innerhalb oder außerhalb von Klammern angegeben werden müssen. Es liegt im Ermessen des Herstellers, wie oder ob er diese Information präsentiert, solange die Informationen klar und verständlich sind und den Bestimmungen der Verordnung entsprechen.

Bewertungskriterium 2: Zutatendeklarierung beim Fleisch

Max. Punktzahl: 20

Dieses Kriterium zielt darauf ab, die Transparenz und Genauigkeit der Fleischzutaten in Katzenfutter in unserem KFT-Score zu bewerten. Produkte, die präzise und detaillierte Angaben über die enthaltenen tierischen Bestandteile machen, erzielen hohe Punktzahlen. Konkret bedeutet das, dass solche Futtermittel Punkte erhalten, bei denen klar angegeben ist, welche spezifischen Teile welcher Tiere verwendet wurden (bsp. Fleisch, Innereien), anstatt vage Begriffe wie "Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse" oder nur "Huhn" zu verwenden.

Die maximal erreichbare Punktzahl in diesem Kriterium beträgt 20 Punkte, was eine hervorragende Offenheit und Transparenz in der Zutatendeklaration signalisiert.

0 Punkte
-> Nur die Tierart genannt
-> keine Tierart genannt
-> Allgemein keine Fleischzutaten erkennbar
Beispiele:
„Rind, Reis, Fischöl, Mineralstoffe“ o.Ä.
„Rinderprotein, Reis, Fischöl, Mineralstoffe“ o.Ä.
„Tiermehl, Reis, Fischöl, Mineralstoffe“ o.Ä.
„Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse (100% Rind), Getreide, Öle und Fette“ o.Ä.

20 Punkte – 100% der tierischen Zutaten deklariert
Beispiel:
„Rind (60% Fleisch, 20% Leber, 20% Lunge), Reis, Fischöl, Mineralstoffe“
„Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse (100% Rindfleisch), Getreide“
„Rindfleisch, Rinderlunge, Reis“
„Rind (bestehend aus Rindfleisch, Rinderleber, Rinderlunge), Reis, Fischöl, Mineralstoffe“

Futter Starten mit 20 Punkten, sofern die 0 Punkte Variante oben beschrieben nicht schon zutrifft.
Punktabzug in dieser Reihenfolge falls Zutreffend:

 

5 Punkte Abzug = Tierart „Geflügel“ oder „Wild“
Futtermittel, die "Geflügel", etc. als Zutat angeben, erhalten einen Abzug von 5 Punkten in unserer Bewertung, da "Geflügel" eine Gattungsbezeichnung und keine spezifische Tierart ist, was die Deklaration weniger klar und präzise macht.

5 Punkte Abzug = Zutaten in Klammern haben keine/nicht alle Prozentangaben
Beispiel:
„Huhn 70 % (Hühnerfleisch, Hühnerfett)“
„Huhn (Hühnerfleisch, Hühnerfett)“

Futtermittel erhalten einen Abzug von 5 Punkten, wenn bei Fleischzutaten in Klammern keine spezifischen Prozentangaben gemacht werden, da dies die Möglichkeit offenlässt, dass weitere nicht genannte tierische Bestandteile enthalten sind.
Ausnahme Wortlaut „bestehend aus“ befindet sich vor den Fleischzutaten.

 

3 Punkte Abzug = Werte in Klammern summieren nicht zu 100%
Beispiel:
„Huhn 70 % (Hühnerfleisch 60 %, Hühnerfett 10 %)“
„Huhn (Hühnerfleisch 60 %, Hühnerfett 10 %)“

Futtermittel, die in Klammern aufgeführte Prozentwerte nutzen, die sich nicht zu 100% summieren, erhalten einen Abzug, da potenziell weitere, nicht genannte Tierbestandteile im Futter enthalten sein können.

5 Punkte Abzug = Mischungen – Unpräzise Fleischzutaten
Beispiel:
„Rindfleisch, Rinderleber, Huhn, Hühnerprotein, Reis, Fischöl, Mineralstoffe“

Futtermittel, die eine Mischung verwenden, erhalten einen Abzug von 5 Punkten für das verwenden von nicht genau definierbaren tierischen Zutaten. Bsp.: Da die Angabe "Huhn" oder „Hühnerprotein“ unpräzise ist und den Verbraucher im Unklaren lässt, welche spezifischen Bestandteile des Tieres im Futter enthalten sind.

5 Punkte Abzug = Fischart nicht vollständig angegeben
Fisch muss nur in der Art (Bsp.: Lachs, Forelle, Weißfisch) deklariert werden, jedoch nicht was genau vom Fisch. Fischöl muss nicht genauer deklariert werden.

Fette werden nicht berücksichtigt.

Bewertungskriterium 3: Ersichtlicher Fleischanteil gemäß Deklaration

Max. Punktzahl: 20

In dieser Bewertungskategorie geht es darum, wie viel der Fleisch- und Fischzutaten gemäß Deklaration wirklich erkennbar ist. Um die volle Punktzahl von 20 Punkten zu erreichen, muss das Futter einen Fleisch- oder Fischanteil von mindestens 90% aufweisen. Bei Zwischenwerten wird immer die niedrigere Stufe berücksichtigt.

Zum Fleischanteil zählen wir auch Innereien wie Pansen (Magen), Herz, Leber, Niere und Lunge (Strossen).

Brühe/Wasser:
Die angegebene Menge an Brühe wird zum Gesamtfleischanteil hinzugerechnet. Dies berücksichtigt Hersteller, die Brühe separat ausweisen, um sicherzustellen, dass sie im Vergleich zu denen, die Brühe in ihren Fleischangaben einschließen, nicht benachteiligt werden.

Mit diesem Kriterium wollen wir Hersteller fördern, die eine transparente und klare Deklaration vorweisen. Zugleich erhalten Hersteller mit unklaren oder sogar irreführenden Angaben entsprechend einen niedrigeren KFT-Score.

Katzen sind Karnivoren, was sich nicht nur in ihrem Gebiss, sondern auch in ihrem kurzen Darm widerspiegelt. Sie sind nur begrenzt in der Lage, pflanzliche Substanzen zu verdauen und zu verwerten. Daher ist ein hoher tierischer Anteil in ihrem Futter von großer Bedeutung.

90% und mehr Fleischanteil = 20 Punkte

80-89% Fleischanteil = 18 Punkte

70-79% Fleischanteil = 16 Punkte

60-69% Fleischanteil = 14 Punkte

50-59% Fleischanteil = 12 Punkte

40-49% Fleischanteil = 10 Punkte

30-39% Fleischanteil = 8 Punkte

20-29% Fleischanteil = 6 Punkte

10-19% Fleischanteil = 4 Punkte

0-9% Fleischanteil = 2 Punkte

0% Fleischanteil = 0 Punkte

Sollte der Fleischanteil nicht genau in Prozent beziffert werden können gibt es 0 Punkte.

 

Was zählt nicht zum Fleischanteil:

„XXX-Protein“
Angaben wie 'XXX-Protein' zählen nicht zum Fleischanteil. Der Grund hierfür ist, dass diese Bezeichnung auch andere tierische Bestandteile, wie Klauen oder Federn etc. einschließen können.
Beispiele:
Rinderprotein, Hühnerprotein, Lammprotein

Nur Tierart: „Huhn“ / „Rind“ / etc.
Angaben wie einfach nur „Huhn“ zählen nicht zum Fleischanteil. Der Grund hierfür ist, dass diese Bezeichnung auch andere tierische Bestandteile, wie Klauen oder Federn etc. einschließen können.

Sonderregelungen:

 

Es können mehrere Sonderregelungen auf ein Futtermittel zutreffen. Entsprechend werden diese in der Reihe der Sonderregelungen angewendet.

  • Trockenfutter – Frischfleisch
    Bei der Beurteilung von Trockenfutter muss eine wichtige Besonderheit berücksichtigt werden: Wenn in der Deklaration nicht angegeben wurde das es Trockenfleisch ist oder angegeben wurde das es Frischfleisch ist, muss der natürliche Wasseranteil, der typischerweise 60 % beträgt*, herausgerechnet werden. Dieser Schritt ist entscheidend, um den tatsächlichen Fleischanteil im Endprodukt - also in der getrockneten Krokette - zu ermitteln.
    Beispiel:
    „70% frisches Hühnerfleisch“ Berechnung: 70*0,40 = 28% effektiver Fleischanteil
    Das ergibt 6 Punkte anstatt 16 Punkte

    „80% Rindfleisch“ Berechnung: 80*0,40 = 32% effektiver Fleischanteil
    Das ergibt 8 Punkte anstatt 18 Punkte

    *Warum 60%?
    60% ist ein bewusst niedriger gewählter Wert, um zu berücksichtigen, dass das Endprodukt, die trockene Krokette, immer noch eine gewisse Restfeuchtigkeit aufweist.
    Quellen für den Feuchtigkeitsgehalt von Fleisch und Innereien:
    https://fdc.nal.usda.gov/
    https://www.efsa.europa.eu/
    https://www.eurofir.org/our-tools/foodexplorer/

Diese Studien stützen die Annahme, dass Katzen als Karnivoren von einer Ernährung profitieren, die reich an tierischen Proteinen ist:

  1. Plantinga EA, Bosch G, Hendriks WH. "Estimation of the dietary nutrient profile of free-roaming feral cats: possible implications for nutrition of domestic cats." British Journal of Nutrition, 2011: Diese Studie untersuchte die Ernährung von freilebenden Katzen und fand heraus, dass sie fast ausschließlich Fleisch fressen, was die Annahme stützt, dass Katzen von Natur aus Karnivoren sind.
  2. Verbrugghe A, Hesta M. "Cats and Carbohydrates: The Carnivore Fantasy?" Vet Sci. 2017: Diese Überprüfung diskutiert, dass Katzen aufgrund ihrer evolutionären Entwicklung als Fleischfresser einen einzigartigen Stoffwechsel haben, der ihre Fähigkeit zur Verarbeitung von Kohlenhydraten einschränkt.
  3. Zoran DL. "The carnivore connection to nutrition in cats." J Am Vet Med Assoc. 2002: Diese Studie erklärt, wie die natürliche Ernährung von Katzen, die hauptsächlich aus Fleisch besteht, ihre Ernährungsbedürfnisse und Verdauungsphysiologie beeinflusst hat.
  4. Vester BM, Beloshapka AN, et al. "Evaluation of nutrient digestibility and fecal characteristics of exotic felids fed horse- or beef-based diets: use of the domestic cat as a model for exotic felids." Zoo Biology, 2010: Diese Studie zeigt, dass sowohl Hauskatzen als auch exotische Katzenarten Fleisch effektiv verdauen können, was ihre Anpassung an eine fleischreiche Ernährung unterstreicht.
  5. Depauw S, Bosch G, et al. "Fermentation of animal components in strict carnivores: a comparative study with cheetah fecal inoculum." Journal of Animal Science, 2012: Diese Studie weist darauf hin, dass strenge Fleischfresser wie Geparden und Hauskatzen eine begrenzte Fähigkeit zur Fermentation von Pflanzenmaterial haben, was auf eine Anpassung an eine fleischreiche Ernährung hindeutet.
  6. Hall JA, et al. "Using Gross Energy Improves Metabolizable Energy Predictive Equations for Pet Foods Whereas Undigested Protein and Fiber Content Predict Stool Quality." PLoS One, 2013: Diese Studie zeigt, dass Katzen Protein effizienter verdauen als Kohlenhydrate, was für eine fleischfressende Spezies typisch ist.
  7. Morris JG. "Idiosyncratic nutrient requirements of cats appear to be diet-induced evolutionary adaptations." Nutrition Research Reviews, 2002: Diese Arbeit diskutiert, wie die Ernährungsbedürfnisse der Katze einzigartig sind und wahrscheinlich aufgrund ihrer evolutionären Anpassung an eine fleischreiche Ernährung entwickelt wurden.
  8. Eisert R. "Hypercarnivory and the brain: protein requirements of cats reconsidered." Journal of Comparative Physiology B, 2011: Dieser Artikel diskutiert, wie der hohe Proteinbedarf von Katzen mit ihrer evolutionären Entwicklung als Hypercarnivoren zusammenhängt.

Bewertungskriterium 4: Inhalts- und Zusatzstoffe

Max. Punktzahl: 40

Jedes Futtermittel startet mit 35 Punkten in dieser Test-Kategorie. Es kann Zusatzpunkte erhalten oder Punktabzug.

Mögliche Zusatzpunkte:

  • 5 Punkte Bio
  • 5 Punkte Fleisch aus Schweden

Es kann nur eine der Beiden Zusatzpunkte erhalten, da die Maximalpunktzahl in dieser Kategorie 40 ist.

Zucker

Abzug: 5 Punkte
Einmalig
– Auch wenn mehrere der gelisteten Zutaten vorkommen

Liste möglicher Namen für Zucker in Katzenfutter:

  • Zucker
  • Saccharose
  • Glucose (auch Dextrose genannt)
  • Fructose (Fruchtzucker)
  • Maltose (Malzzucker)
  • Lactose (Milchzucker)
  • Karamell
  • Karamellsirup
  • Melasse
  • Honig
  • Glucosesirup
  • Glycerin
  • Glyceride
  • Süßholzwurzel
  • Trester

Es ist wichtig zu beachten, dass einige dieser Zuckerarten wie FOS, MOS und GOS oft als Präbiotika zur Unterstützung der Darmgesundheit eingesetzt werden und nicht unbedingt schädlich sind. Diese erhalten keinen Punktabzug.

  1. Fructo-Oligosaccharide (FOS)
  2. Mannan-Oligosaccharide (MOS)
  3. Galacto-Oligosaccharide (GOS)

Dennoch sollten Katzenfutter mit hohem Zuckergehalt vermieden werden, da Katzen Fleischfresser sind und ihre Ernährung in erster Linie aus Proteinen bestehen sollte. Zudem kann ein zu hoher Zuckerkonsum bei Katzen zu Gesundheitsproblemen wie Übergewicht und Diabetes führen.

Zucker wird aus mehreren Gründen zum Katzenfutter hinzugefügt:

  1. Geschmacksverstärker: Zucker kann den Geschmack von Katzenfutter verbessern und es attraktiver für Katzen machen, insbesondere wenn das Futter ansonsten wenig Geschmack hat. Eine Studie von Hewson-Hughes et al. (2013) in der "Journal of Comparative Physiology B" deutet darauf hin, dass Katzen zwar nicht den süßen Geschmack von Zucker wahrnehmen können, Zucker aber dennoch zur Verbesserung des Geschmacks von Katzenfutter beitragen kann.
  2. Konservierungsstoff: Zucker kann auch als natürlicher Konservierungsstoff dienen, da er das Wachstum von Bakterien hemmen kann.
    (Studie: "Sugar as a preservative: What scientists do to keep food safe" von Hill und Kollegen (2009))
  3. Textur: In bestimmten Arten von Katzenfutter kann Zucker dazu beitragen, die Textur des Futters zu verbessern.

Es ist wichtig zu beachten, dass obwohl Zucker diese Funktionen erfüllen kann, er für Katzen nicht gesund ist. Katzen sind obligate Fleischfresser und benötigen eine Ernährung, die hauptsächlich aus Proteinen besteht. Eine hohe Zuckeraufnahme kann bei Katzen zu Gesundheitsproblemen wie Diabetes und Übergewicht führen.

Weitere Studien:

"Palatability, digestibility, and metabolizable energy of dietary glycerol in adult cats" (2012) - Diese Studie untersucht die Verwendung von Glycerin, einer Form von Zucker, in Katzenfutter.

Geschmacksverstärkende Zutaten

Abzug: 5 Punkte
Einmalig
– Auch wenn mehrere der gelisteten Zutaten vorkommen

Liste der Namen für Lock- & Geschmacksverstärkende Zutaten (außer Zucker s.o.) in Katzenfutter, welche diesen Punktabzug erhalten:

  • Tierfett
  • Lebermehl
  • Hefe [ausser Bierhefe]
  • Aroma
  • Hydrolysat
  • Katzenminze
  • Minze

Obwohl der Begriff "Geschmacksverstärker" in der Regel bestimmte Zusatzstoffe bezeichnet, bezieht sich unser Bewertungskriterium in umfassender Weise auf "geschmacksverstärkende Zutaten", die eine breitere Palette von Substanzen umfassen, die dazu dienen, das Geschmacksprofil eines Futters zu verstärken.

Tierisches Fett: Tierfett wird oft als Geschmacksverstärkende Zutat verwendet, da es den Geruch und Geschmack des Futters verbessert.

Hefe: Hefe kann den Geschmack des Futters verbessern und als Lockstoff wirken.

Verschiedene Zutaten und Additive können als Lockstoffe/Geschmacksverstärkende Zutaten in Katzenfutter verwendet werden. Diese Substanzen werden hinzugefügt, um das Futter für die Katze attraktiver zu machen, insbesondere wenn das Futter hauptsächlich pflanzliche Zutaten enthält, die für Katzen weniger attraktiv sind.

  • "Palatability of cat food: The effect of hydrolyzate ingredients on cat food palatability" (2017) - Diese Studie untersucht die Auswirkungen verschiedener Hydrolysate, einschließlich Hefe- und Leberhydrolysate, auf die Schmackhaftigkeit von Katzenfutter.
  • "Palatability in the domestic cat: Some practical and clinical considerations" (2001) - Diese Überprüfung diskutiert die Präferenzen von Katzen für verschiedene Futtermittelbestandteile, einschließlich tierischer Fette und Leber.
  • "Flavor preferences of cats" (1991) - Diese Studie untersucht die Vorlieben von Katzen für verschiedene Geschmacksrichtungen, einschließlich Fisch und Fleisch.
  • "Effects of Added Flavors on the Preference of Dry Cat Foods by Cats" (1997) - Diese Studie untersuchte, wie verschiedene zugesetzte Aromen die Vorlieben von Katzen für Trockenfutter beeinflussen.
  • "Preference of Cats for Flavored Commercial Cat Foods" (1987) - Diese Studie untersuchte die Vorlieben von Katzen für verschiedene kommerzielle Katzenfutteraromen.
  • "The effects of flavor and nutrient composition on food preferences in cats" (1981) - Diese Studie untersuchte, wie Geschmack und Nährstoffzusammensetzung die Futtermittelpräferenzen bei Katzen beeinflussen.

 

Diese Studien belegen, dass bestimmte Zutaten die Akzeptanz und Vorlieben von Katzen beeinflussen können. Die Zutaten können auch andere Funktionen in der Tiernahrung haben können, wie z.B. die Bereitstellung von Energie oder essentiellen Nährstoffen.

Für die Bewertungskategorie "Geschmacksverstärkende Zutaten" ist es wichtig zu beachten, dass die spezifische Wirkung der Zutaten auf den Geschmack des Futters von mehreren Faktoren abhängt, darunter die verwendete Menge und die anderen Zutaten im Futter. Da es jedoch in diesem Rahmen unpraktikabel ist, diese Faktoren in Betracht zu ziehen, werden in der Bewertung alle Zutaten, die bekanntermaßen geschmacksverstärkende Eigenschaften haben, unabhängig von ihrer Menge oder Kombination mit anderen Zutaten, gleich behandelt.

Geschmacksverstärkende Zutaten

Abzug: 5 Punkte
Einmalig
– Auch wenn mehrere der gelisteten Zutaten vorkommen

Liste der Namen für Lock- & Geschmacksverstärkende Zutaten (außer Zucker s.o.) in Katzenfutter, welche diesen Punktabzug erhalten:

  • Tierfett
  • Lebermehl
  • Hefe [ausser Bierhefe]
  • Aroma
  • Hydrolysat
  • Katzenminze
  • Minze

Obwohl der Begriff "Geschmacksverstärker" in der Regel bestimmte Zusatzstoffe bezeichnet, bezieht sich unser Bewertungskriterium in umfassender Weise auf "geschmacksverstärkende Zutaten", die eine breitere Palette von Substanzen umfassen, die dazu dienen, das Geschmacksprofil eines Futters zu verstärken.

Konservierende Zutaten & Zusatzstoffe

Abzug: 5 Punkte
Einmalig
– Auch wenn mehrere der gelisteten Zutaten/Zusätze vorkommen

  • Zitronensäure
  • Essigsäure
  • Natriumnitrat
  • Natriumchlorid
  • Kaliumsorbat
  • Sorbinsäure
  • Propylgallat
  • Vitamin E / (Tocopherol) [nur bei =>20mg/kg]
  • Rosmarinextrakt
  • stark tocopherolhaltige Extrakte natürlichen Ursprungs
  • Antioxidantien
  • Antioxidationsmittel

Die Verwendung von Fett in Trockenfutter für Katzen erfordert eine Konservierung, meist durch Zusatz von Antioxidantien wie Vitamin E. Diese (Vor-)konservierung ist notwendig, um Fettoxidation und damit verbundenen Nährstoffverlust zu verhindern. Jedoch führt dies zu einer erhöhten Konzentration an Zusatzstoffen im Futter. Deshalb wird bei der Bewertung von Trockenfutter automatisch dieser Punktabzug im KFT-Score vorgenommen. Katzenfutter ohne unnötig hohe Mengen an Zusatzstoffen ist die bessere Wahl für die Gesundheit der Katze ist.

Katzenfutter, das konservierende Zutaten oder Konservierungsmittel enthält, erhält Punktabzug, da diese Zusätze oft keinen direkten Nährwert oder gesundheitlichen Nutzen für die Katze haben. Ihre Hauptfunktion besteht darin, die Haltbarkeit des Futters zu verlängern und es vor mikrobiellem Verderb und Oxidation zu schützen. Obwohl sie eine wichtige Rolle bei der Gewährleistung der Produktsicherheit und -qualität spielen, kann Katzenfutter auch ohne diese Zutaten hergestellt werden, insbesondere wenn es frisch oder gefroren ist oder wenn natürliche Konservierungsmethoden wie Trocknen oder Räuchern verwendet werden.

Vitamin E:
Die Verwendung von Vitamin E in Katzenfutter wird aufgrund seiner antioxidativen und konservierenden Eigenschaften häufig eingesetzt, insbesondere in Trockenfuttermitteln. Allerdings liegen die Mengen an Vitamin E in diesen Futtermitteln oft deutlich über den in der Verordnung (EU) Nr. 609/2013 festgelegten Höchstmengen für Säuglingsnahrung. Diese EU-Verordnung begrenzt den Gehalt an Vitamin E in Säuglingsnahrung auf 5 Milligramm pro 100 Kilokalorien (mg/100 kcal), was zeigt, dass eine hohe Vitamin-E-Konzentration potenziell gesundheitliche Bedenken aufwirft.

Auch wenn es bislang keine spezifischen wissenschaftlichen Untersuchungen zu den Auswirkungen übermäßigen Vitamin E-Konsums bei Katzen gibt, bedeutet dies nicht zwangsläufig, dass ein hoher Vitamin E-Gehalt im Futter unschädlich für sie ist. Bei anderen Tieren und beim Menschen sind die potenziellen Risiken einer übermäßigen Vitamin E-Zufuhr gut dokumentiert.

Daher ziehen wir bei der Bewertung von Katzenfutter, das hohe Mengen an Vitamin E enthält, Punkte ab. Der Grund hierfür ist, dass wir glauben, dass es im besten Interesse der Gesundheit der Katze ist, Futtermittel zu wählen, die keine unnötig hohen Mengen an Zusatzstoffen enthalten, insbesondere wenn deren Auswirkungen auf die Gesundheit der Katze noch nicht ausreichend erforscht sind. Darüber hinaus ist die Herstellung von Katzenfutter ohne exzessive Mengen an Vitamin E durchaus möglich und verbreitet, was die Notwendigkeit für dessen übermäßige Verwendung in Frage stellt.

Die Richtwerte in der Futtermittelverordnung:
Umgerechnet auf 1kg Feuchtfutter mit 80% Feuchtigkeit liegt der empfohlene Wert bei 3.80 IU was 3.14 mg/kg entspricht. Punktabzug gibt es erst ab 20mg/kg.
https://europeanpetfood.comingsoon.site/wp-content/uploads/2022/03/Updated-Nutritional-Guidelines.pdf

Weitere Informationen zur Festsetzung von Höchstgrenzen für Vitamine in Säuglingsnahrung finden Sie in der wissenschaftlichen Stellungnahme der EFSA zu den Tolerable Upper Intake Levels für Vitamine und Mineralstoffe (2006), die unter dem folgenden Link zugänglich ist: https://www.efsa.europa.eu/en/efsajournal/pub/241

Für detaillierte Informationen speziell zu Vitamin E, können Sie die folgende wissenschaftliche Stellungnahme der EFSA überprüfen: https://www.efsa.europa.eu/en/efsajournal/pub/2815

Geschmacksverstärkende Zutaten

Abzug: 5 Punkte
Einmalig
– Auch wenn mehrere der gelisteten Zutaten vorkommen

Liste der Namen für Lock- & Geschmacksverstärkende Zutaten (außer Zucker s.o.) in Katzenfutter, welche diesen Punktabzug erhalten:

  • Tierfett
  • Lebermehl
  • Hefe [ausser Bierhefe]
  • Aroma
  • Hydrolysat
  • Katzenminze
  • Minze

Obwohl der Begriff "Geschmacksverstärker" in der Regel bestimmte Zusatzstoffe bezeichnet, bezieht sich unser Bewertungskriterium in umfassender Weise auf "geschmacksverstärkende Zutaten", die eine breitere Palette von Substanzen umfassen, die dazu dienen, das Geschmacksprofil eines Futters zu verstärken.

Zutaten Aufspaltung

Abzug: 5 Punkte
Einmalig

Punktabzug erfolgt für die Praxis der Zutatenaufspaltung, die einige Hersteller anwenden, um möglicherweise geringe Fleischanteile zu verschleiern. Durch die Aufspaltung einer Zutat in mehrere Einzelbestandteile erscheint diese weiter hinten in der Inhaltsstoffliste und vermittelt fälschlicherweise einen niedrigeren Anteil in der Zusammensetzung.

Beispiele:
Anstatt: Mais
Dies: Mais, Maiskleber, Maisprotein


Anstatt: Erbsen
Dies: Gelbe Erbsen, Grüne Erbsen, Erbsenprotein

Ausnahme: Wenn die Prozentangaben bei allen im Futter enthaltenen Zutaten genau angegeben werden, hat der Verbraucher eine ausreichende Transparenz zu allen Zutaten. In dem Fall gibt es hier keinen Punktabzug.

Spezifische Zutaten

 

Getreide & Soja

Abzug: 10 Punkte
Einmalig
Menge im Katzenfutter:
>5% oder ohne genaue Mengenangabe

  • Mais
    Getreide
  • Weizen
  • Gerste
  • Hafer
  • Reis
  • Sorghum
  • Hirse
  • Roggen
  • Soja

Getreide ist ein oft diskutiertes Thema in der Haustierernährung, insbesondere in der Katzenfütterung. Katzen sind obligate Fleischfresser, was bedeutet, dass sie eine natürliche Ernährung haben, die hauptsächlich aus Fleisch besteht. Ihr Körper ist speziell darauf ausgelegt, Proteine aus tierischen Quellen zu verarbeiten und sie haben einen reduzierten Fähigkeit, pflanzliche Proteine und Kohlenhydrate zu verdauen und zu nutzen.

Getreidearten wie Weizen, Mais, Reis oder Hafer können oft in kommerziellem Katzenfutter gefunden werden. Sie dienen als preiswerte Füllstoffe und binden das Futter, was die Herstellung von Trockenfutter erleichtert. Sie liefern zwar einige Nährstoffe und Ballaststoffe, jedoch sind sie für Katzen schwerer zu verdauen und nicht so nährstoffreich wie tierische Proteine. Die übermäßige Zufuhr von Getreide und pflanzlichen Proteinen kann zu Verdauungsproblemen, Gewichtszunahme und sogar zu Nahrungsmittelunverträglichkeiten oder Allergien führen.

Darüber hinaus gibt es Hinweise darauf, dass eine getreidereiche Ernährung das Risiko für die Entwicklung von Diabetes bei Katzen erhöhen kann. Eine Studie, die 2006 im Journal of Feline Medicine & Surgery veröffentlicht wurde, deutet darauf hin, dass eine kohlenhydratreiche Ernährung zur Entwicklung von Diabetes bei Katzen beitragen kann.

Getreidefreies Katzenfutter wird oft als eine gesündere Alternative beworben. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass getreidefrei nicht immer kohlenhydratfrei bedeutet. Viele getreidefreie Futtersorten ersetzen Getreide durch andere Kohlenhydratquellen wie Kartoffeln oder Erbsen.

 

Geschmacksverstärkende Zutaten

Abzug: 5 Punkte
Einmalig
– Auch wenn mehrere der gelisteten Zutaten vorkommen

Liste der Namen für Lock- & Geschmacksverstärkende Zutaten (außer Zucker s.o.) in Katzenfutter, welche diesen Punktabzug erhalten:

  • Tierfett
  • Lebermehl
  • Hefe [ausser Bierhefe]
  • Aroma
  • Hydrolysat
  • Katzenminze
  • Minze

Obwohl der Begriff "Geschmacksverstärker" in der Regel bestimmte Zusatzstoffe bezeichnet, bezieht sich unser Bewertungskriterium in umfassender Weise auf "geschmacksverstärkende Zutaten", die eine breitere Palette von Substanzen umfassen, die dazu dienen, das Geschmacksprofil eines Futters zu verstärken.

Soja ist eine häufig verwendete Zutat in Katzenfuttermitteln, vor allem aufgrund seines hohen Proteingehalts und seiner geringen Kosten. Es ist jedoch umstritten, da es für einige Tiere schwer zu verdauen sein kann und potenzielle Allergien auslösen kann.

Darüber hinaus enthält Soja Phytoöstrogene, Pflanzenverbindungen, die im Körper wie das menschliche Hormon Östrogen wirken können. Es gibt Bedenken, dass diese Verbindungen das hormonelle Gleichgewicht von Katzen stören könnten.

Außerdem sind viele Sojaprodukte genetisch verändert, was bei einigen Verbrauchern Bedenken hinsichtlich der Langzeitwirkungen dieser Produkte auf die Gesundheit ihrer Haustiere auslöst.

Schließlich können einige Hersteller Soja als billige Proteinquelle verwenden, um die Kosten zu senken und den Proteinanteil auf dem Etikett zu erhöhen, obwohl tierisches Protein für Katzen ernährungsphysiologisch vorteilhafter ist.

Aus diesen Gründen kann Soja in Katzenfuttermitteln als fragwürdige Zutat angesehen werden und sollte nach Möglichkeit vermieden werden.

  • Allergien: Eine Studie von Bäumer und Pfötchen (2008) wies darauf hin, dass Soja eine der Hauptursachen für Nahrungsmittelallergien bei Katzen sein kann. Quelle: Bäumer W, Pfötchen T. „Feline non-flea-induced hypersensitivity dermatitis: clinical features, diagnosis and a prospective study of 13 cases.“ Veterinary Dermatology. 2008.
  • Phytoöstrogene: Eine Studie von Jefferson et al. (2012) zeigte, dass Phytoöstrogene, die in Soja vorkommen, eine östrogenähnliche Wirkung im Körper haben und das hormonelle Gleichgewicht stören können. Quelle: Jefferson WN, Patisaul HB, Williams CJ. „Reproductive consequences of developmental phytoestrogen exposure.“ 2012.
  • Gentechnisch verändertes Soja: Eine Übersichtsarbeit von Dona und Arvanitoyannis (2009) diskutiert die Bedenken hinsichtlich der Sicherheit von gentechnisch verändertem Soja für den menschlichen und tierischen Verzehr. Quelle: Dona A, Arvanitoyannis IS. „Health risks of genetically modified foods.“ Crit Rev Food Sci Nutr. 2009.

Geschmacksverstärkende Zutaten

Abzug: 5 Punkte
Einmalig
– Auch wenn mehrere der gelisteten Zutaten vorkommen

Liste der Namen für Lock- & Geschmacksverstärkende Zutaten (außer Zucker s.o.) in Katzenfutter, welche diesen Punktabzug erhalten:

  • Tierfett
  • Lebermehl
  • Hefe [ausser Bierhefe]
  • Aroma
  • Hydrolysat
  • Katzenminze
  • Minze

Obwohl der Begriff "Geschmacksverstärker" in der Regel bestimmte Zusatzstoffe bezeichnet, bezieht sich unser Bewertungskriterium in umfassender Weise auf "geschmacksverstärkende Zutaten", die eine breitere Palette von Substanzen umfassen, die dazu dienen, das Geschmacksprofil eines Futters zu verstärken.

Andere Kohlenhydrate

Abzug: 10 Punkte
Einmalig
Menge im Katzenfutter:
>5% oder ohne genaue Mengenangabe

  • Erbsen
  • Kartoffeln
  • Linsen
  • Kichererbsen
  • Tapioka
  • Maniok

Kohlenhydrate sind in der natürlichen Ernährung von Katzen nicht in hohen Mengen vorhanden, da sie Fleischfresser sind und sich hauptsächlich von Protein und Fett ernähren. Die Fähigkeit von Katzen, Kohlenhydrate zu verdauen und zu nutzen, ist begrenzt, da sie im Laufe der Evolution auf eine fleischreiche Ernährung spezialisiert sind. Übermäßige Mengen an Kohlenhydraten in der Ernährung von Katzen können daher zu Verdauungsproblemen, Übergewicht und Diabetes führen.

In Katzenfuttern werden jedoch oft verschiedene Arten von Kohlenhydraten als Füllstoffe und zur Texturgebung verwendet.

Diese Zutaten enthalten in der Regel einen hohen Anteil an Kohlenhydraten und werden in einigen Katzenfuttermitteln als Getreideersatz verwendet. Es ist wichtig, die Zutatenliste und die Nährstoffzusammensetzung des Katzenfutters zu überprüfen, um sicherzustellen, dass es nicht übermäßig kohlenhydratreich ist.

Yucca (schidigera)

Abzug: 3 Punkte
Einmalig

Obwohl Studien bei Nutztieren wie Geflügel und Schweinen gezeigt haben, dass Yucca schidigera möglicherweise dazu beiträgt, Ammoniakemissionen zu reduzieren (Ausscheidungen weniger Geruchsintensiv zu machen) und die Futterverwertung zu verbessern, gibt es bisher keine überzeugenden wissenschaftlichen Belege für einen ähnlichen Nutzen bei Katzen. Es bleibt unklar, ob und wie Yucca-Extrakte in Katzenfutter von Vorteil sein könnten, insbesondere in Bezug auf die Gesundheit und das Wohlbefinden der Katze.

1.  Swanson, K.S., Kuzmuk, K.N., Schook, L.B., & Fahey, G.C. (2002). Dietary Supplementation with Fructooligosaccharides and Yucca schidigera Extract in Healthy Companion Animals. Journal of Animal Science, 80(6), 1651–1656.

  • Diese Studie konzentrierte sich auf die Wirkung von FOS (Fructooligosaccharides) und Yucca schidigera-Extrakt bei Hunden, wobei gemischte Ergebnisse erzielt wurden.
  1. Tedesco, D., Steidler, S., Galletti, S., Tameni, M., Sonzogni, O., & Ravarotto, L. (2001). Efficacy of Saponins from Yucca schidigera Extract to Reduce Emission of Ammonia from Urine in Dogs. Journal of Animal Physiology and Animal Nutrition, 85(3-4), 114–121.
  • Diese Studie fand heraus, dass Yucca schidigera-Extrakt die Ammoniakemissionen aus Hunde-Urin reduzieren kann.

Yucca (schidigera)

Abzug: 3 Punkte
Einmalig

Unzureichende Zutaten Angaben:

Fleischmehl/Tiermehl

Abzug: 3 Punkte
Einmalig
– Auch wenn mehrere der gelisteten Zutaten vorkommen

In den Bewertungskriterien werden Punkte abgezogen, wenn "Fleischmehl", "Tiermehl", etc. als Zutaten aufgeführt werden, ohne dass eine konkrete Tierart angegeben wird, da diese unklare Deklaration die Qualität und Herkunft der Proteinquelle nicht preisgibt und damit gegen die Transparenz gegenüber dem Verbraucher geht.

  • Fleischmehl
  • Tiermehl
  • [Tierische Zutat]mehl
    (Beispielsweise: Lebermehl)

Protein/Eiweiß

Abzug: 5 Punkte
Einmalig
– Auch wenn mehrere der Zutaten mit dem Namen vorkommen

Für die Bewertungskriterien führt die Verwendung von unklaren Begriffen wie "xxx Eiweiß/Protein", zum Beispiel "Geflügelprotein" oder "Pflanzenprotein", ohne konkrete Angaben zu dem verwendeten Tier- oder Pflanzenteil, zu Punktabzug. Dies liegt daran, dass diese allgemeinen Bezeichnungen dem Verbraucher keine klare Information über die tatsächlich verwendeten Zutaten geben.

Öle und Fette

Abzug: 5 Punkte
Einmalig

Für die Zutat "Öle und Fette" ohne komplette Beschreibung/Angaben zur Menge gibt es Punktabzug, da sie eine ungenaue Angabe darstellt und daher keine klare Aussage über die Qualität, die Herkunft und die Art der verwendeten Fette ermöglicht.

Pflanzliche Nebenerzeugnisse

Abzug: 10 Punkte
Einmalig

Für "Pflanzliche Nebenerzeugnisse" ohne vollständige Beschreibung/Angaben gibt es Punktabzug, da sie potenziell geschmacksverstärkende Zutaten und Füllstoffe verbergen können und keine ausreichende Transparenz bezüglich der genauen Inhaltsstoffe und ihrer Herkunft bieten.

Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse

Abzug: 10 Punkte
Einmalig

Für "Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse" ohne vollständige Beschreibung/Angaben gibt es Punktabzug, da dieser Begriff zu viele Unsicherheiten bezüglich der spezifischen Tierart und der verwendeten Tierbestandteile zulässt und somit keine ausreichende Transparenz für den Verbraucher bietet.